Die kanadische KI-Firma Cohere übernimmt das Heidelberger Unternehmen Aleph Alpha – ein Deal, der weit über die Wirtschaft hinaus politische Bedeutung hat. Bundesdigitalminister Karsten Wildberger hat sich persönlich für die Übernahme eingesetzt. Warum? Weil für Kanada die Abhängigkeit von den USA mindestens so bedrohlich ist wie für Europa. Wildberger sieht in der Verbindung das Potenzial für einen transatlantischen KI-Champion, wie er auf der TECH-Konferenz des Handelsblatts betonte.
Ein Gespräch über Macht und Unabhängigkeit
Bereits am Tag vor der Ankündigung war Cohere-Chef Aidan Gomez auf der TECH zu Gast. In einem Fireside-Chat mit Larissa Holzki, Podcast Host und redaktionelle Leiterin der TECH, sprach er über seinen außergewöhnlichen Werdegang: von einer Kindheit ohne Internet über das Praktikum, in dem er als Co-Autor eines bahnbrechenden KI-Papers mitwirkte, bis hin zu seinem aktuellen Kampf um technologische Souveränität für Kanada und Europa.
Die Gefahr der Machtkonzentration
Gomez betonte: „Eines der größten Risiken ist die Konzentration von Macht.“ Er sieht die Notwendigkeit, dass Europa und Kanada gemeinsam gegen die Dominanz großer Tech-Giganten vorgehen. Die Übernahme von Aleph Alpha sei ein Schritt in diese Richtung, um unabhängige KI-Infrastrukturen aufzubauen.
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