Die Garmin Epix Pro ist eine Smartwatch, die sich vor allem an anspruchsvolle Outdoor-Enthusiasten und Sportler richtet. Sie ist in drei Größen erhältlich und bietet praktische Neuerungen wie eine integrierte Taschenlampe – verpackt in einem hochauflösenden AMOLED-Display. Doch hält die Uhr auch bei intensiver Nutzung den Erwartungen stand? IMTEST, das Test- und Verbraucherportal der FUNKE Mediengruppe, hat die Garmin Epix Pro ausführlich getestet und zeigt, wie sie sich beim Training schlägt.
Taschenlampe und Herzfrequenzsensor: Neuerungen im Check
Die wohl auffälligste Neuheit: Die Garmin Epix Pro ist in drei verschiedenen Größen erhältlich: 47 Millimeter, 51 Millimeter und 42 Millimeter. Ebenso wie die Fenix verfügt die Epix Pro über eine integrierte Taschenlampe. Sie befindet sich oben im Gehäuse. Durch zweifaches Tippen auf die Licht-Taste schaltet sich die Lampe ein. Sie dient aber nicht nur als Sehhilfe in der Dunkelheit. Sie verfügt auch über verschiedene Modi. Dazu zählen ein Notfall-Stroboskop-Modus, weißes und rotes Allzweck-Taschenlicht sowie laufspezifische Stroboskop-Modi, die sich an der Trittfrequenz orientieren. Notwendig ist die Taschenlampe nicht, aber ein praktisches Feature im Camping-Urlaub, bei Wanderungen im Dunkeln oder dem nächtlichen Gang zur Toilette.
Statt zwei ist die Epix Pro mit sechs LED ausgestattet. Dies soll eine genauere Messung der Herzfrequenz ermöglichen. Erschütterungen wie beim Radfahren glättet der Sensor dank vieler LED aus. Die Messwerte weichen hier nur minimal von den Daten eines Herzfrequenz-Brustgurtes ab.
Trainingsfunktionen im Überblick
Für die Beurteilung der absolvierten Trainingseinheiten bietet die Garmin Epix Pro zwei neue Metriken: Garmins Ausdauerwert und Hill Score. Der Ausdauerwert misst die Dauer der verschiedenen Trainingsarten. Dazu zählen nicht nur spezielle Modi wie Laufen und Radfahren. Der Wert berücksichtigt auch Entwicklungen beim Schwimmen oder Inline-Skaten. Der Hill Score kann vor allem für Läufer hilfreich sein, die sich gerne im Gelände bewegen. Er bewertet, wie gut sie die Steigungen auf der Strecke bewältigen.
Dafür vergleicht der Wert die Laufleistung bei Anstiegen und auf langen Strecken mit den Daten des VO2 Max, der akuten sowie der chronischen Belastung. Darüber hinaus bietet die Smartwatch 30 Sportprofile. Darunter befinden sich neben Einzelsportarten wie Laufen oder Radfahren auch Mannschaftssportarten wie Volleyball oder Basketball. Hier fallen die Werte jedoch sparsamer aus.
Navigation und Display
Dank des umfassenden Kartenmaterials und der Orientierungsfunktionen navigiert die Smartwatch selbstständig, auch ohne eine vorab installierte Strecke. Außerdem verfügt die Uhr über schattierte Reliefkarten. Die Navigationsmaterialien erfordern viel Speicher. Daher ist die Smartwatch mit 32 Gigabyte ausgestattet. Eine Wetter-Option gibt mithilfe von Animationen einen Ausblick auf die Bedingungen der nächsten Stunden: von Regen, Wolken, Wind bis zu Temperatur. Der Abruf der Wetterdaten erfolgt über das Smartphone. Das Feature funktioniert also nur, wenn das Gerät in der Nähe ist. Das Material lädt auf der Uhr nur sehr langsam. Der Griff zum Handy ist meist schneller und einfacher. Hier besteht noch Verbesserungspotenzial.
Beim Bildschirm hätte Garmin noch eine Schippe drauflegen können. So misst das helle AMOLED-Display der Garmin Epix Pro 1,3 Zoll und bietet eine Auflösung von 416 × 416 Pixeln. Zum Vergleich: Die Garmin Forerunner 965 liegt hier mit 1,4 Zoll und 454 × 454 Pixeln vorn. Letztere verfügt außerdem über Corning Gorilla Glass DX, das Reflexionen reduziert. Beim Display hat die Epix Pro also noch einiges aufzuholen.
Fazit zur Garmin Epix Pro
Im Vergleich zur Garmin Epix bietet die Garmin Epix Pro einige kleine Neuerungen. Dazu zählen der verbesserte Herzfrequenzsensor und die Taschenlampe. Auch die Sport-Funktionen haben sich durch Metriken wie Hill Score und Ausdauerwert verbessert. Zudem bietet die Smartwatch 30 Sportprofile, auch für Mannschaftssportarten. Der Preis ist allerdings recht hoch. Ob sich der Wechsel zum Pro-Modell für Garmin Epix-Besitzer lohnt, muss jeder individuell entscheiden.



