Neuer Langhalssaurier in Patagonien entdeckt: Schafhirte findet 155 Millionen Jahre alte Fossilien
Neuer Langhalssaurier in Patagonien von Schafhirte entdeckt

Spektakulärer Fund in Patagonien: Neuer Langhalssaurier entdeckt

Ein deutsch-argentinisches Forscherteam hat in Patagonien, im südlichen Argentinien, einen bisher unbekannten Langhalssaurier entdeckt. Der Dinosaurier mit dem wissenschaftlichen Namen Bicharracosaurus dionidei lebte in der oberen Jurazeit vor etwa 155 Millionen Jahren. Dies gab die Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns (SNSB) am Donnerstag in München bekannt.

Entdeckung durch einen Schafhirten

Die ersten Überreste des neuen Langhalssauriers wurden von einem Schafhirten auf seiner Farm in Patagonien gefunden. Dieser zufällige Fund führte zu einer systematischen Ausgrabung durch das deutsch-argentinische Team. Geborgen wurden Teile der Wirbelsäule mit mehr als 30 Hals-, Rücken- und Schwanzwirbeln, mehrere Rippen sowie ein Bruchstück des Beckenknochens. Die Fossilien wurden anschließend im Museo Paleontológico Egidio Feruglio präpariert und untersucht.

Eigenschaften des Bicharracosaurus dionidei

Langhalssaurier, auch als Sauropoden bekannt, sind für ihre massigen Körper, langen Hälse und Schwänze sowie winzigen Köpfe charakteristisch. Sie gehören zu den größten bekannten Landtieren aller Zeiten, mit einer Körperlänge von bis zu 40 Metern. Bekannte Vertreter dieser Gruppe sind Diplodocus und Brachiosaurus. Der neu entdeckte Bicharracosaurus dionidei ist mit einer geschätzten Länge von etwa 20 Metern etwas kleiner, aber dennoch ein beeindruckendes Exemplar. Die Überreste stammen von einem erwachsenen Tier, das auf dem südlichen Kontinent Gondwana lebte.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Bedeutung des Fundes für die Forschung

Das Wissen über die Evolution der Sauropoden in der oberen Jurazeit basiert bisher hauptsächlich auf Fossilfunden aus Nordamerika und anderen Regionen der nördlichen Halbkugel. Funde auf den südlichen Kontinenten sind selten und daher von großer wissenschaftlicher Bedeutung. Die Fossilfundstelle in Argentinien liefert nun wichtiges Vergleichsmaterial, um die Entwicklungsgeschichte dieser Tiere, insbesondere auf der Südhalbkugel, zu ergänzen und zu vertiefen. Dieser Fund trägt dazu bei, Lücken im Verständnis der globalen Verbreitung und Evolution der Langhalssaurier zu schließen.

Die Entdeckung unterstreicht die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit in der Paläontologie und zeigt, wie zufällige Beobachtungen, wie die eines Schafhirten, zu bedeutenden wissenschaftlichen Erkenntnissen führen können. Die Forscher planen weitere Untersuchungen, um mehr über die Lebensweise und Umwelt des Bicharracosaurus dionidei zu erfahren.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration