E-Autos als Stromspeicher: Nische oder Zukunftsvision?
E-Autos als Stromspeicher: Nische oder Zukunft?

Im politischen Berlin wird aktuell wieder darüber debattiert, wie viel Speicherkapazität Deutschland benötigt, um die Schwankungen bei erneuerbaren Energien auszugleichen. Eine vielversprechende Lösung bieten Elektroautos: Private Pkw werden im Schnitt nur eine Stunde pro Tag genutzt und könnten die restlichen 23 Stunden als Stromspeicher dienen. Die neue Fahrzeuggeneration verfügt über größere Akkus, die bei Bedarf Strom zurück ins Netz speisen können – bekannt als bidirektionales Laden.

Potenzial des bidirektionalen Ladens

Im Podcast „Green & Energy“ spricht Gastgeber Michael Scheppe mit zwei Experten über die Zukunft dieser Technologie. Robert Kohrs, Leiter der Abteilung Intelligente Netze am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE), erklärt: „Theoretisch könnten wir alle Speicher, die wir zukünftig im Stromnetz brauchen, mit Elektrofahrzeugen und mobilen Batterien ersetzen.“ Doch trotz des großen Potenzials gibt es noch viele regulatorische Hürden und nur wenige Marktangebote.

Praktische Umsetzung und Kooperationen

Ein Unternehmen, das seit Jahren an der intelligenten Verbindung von E-Autos mit dem Stromnetz arbeitet, ist The Mobility House. Die Firma kooperiert mit Mercedes-Benz und plant noch in diesem Jahr einen Tarif für bidirektionales Laden einzuführen. Marcus Fendt, Leiter des Bereichs The Mobility House Energy, betont: „Man stabilisiert und unterstützt ein erneuerbares deutsches Energiesystem. Und dafür ist für den Nutzer das Autofahren günstiger.“

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Die Technologie könnte einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende leisten, indem sie dezentrale Speicherlösungen bereitstellt. Allerdings sind noch Anpassungen im regulatorischen Rahmen und eine breitere Markteinführung nötig, um das volle Potenzial auszuschöpfen. Experten sehen in den kommenden Jahren eine zunehmende Verbreitung des bidirektionalen Ladens, vorausgesetzt, die Rahmenbedingungen verbessern sich.

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