Microsoft lockert KI-Anforderungen: Copilot+ bald ohne Spezialchips nutzbar
KI ohne Spezialchip: Microsoft lockert Copilot+-Regeln

Microsoft lockert KI-Anforderungen: Copilot+ bald ohne Spezialchips nutzbar

Microsoft könnte die bisher strengen Hardware-Anforderungen für seine KI-Funktionen deutlich lockern. Bislang waren viele Features des Copilot+-Programms nur auf speziellen Computern verfügbar. Künftig könnten jedoch auch Rechner ohne eigene KI-Einheit davon profitieren. Hintergrund sind neue Vorgaben für die Entwicklung lokaler KI-Anwendungen unter Windows 11. Damit wächst die Hoffnung, dass Premium-KI künftig auf deutlich mehr Geräten läuft.

Was Copilot+ bisher voraussetzt

Seit Juni 2024 positioniert Microsoft Copilot+-PCs als eigene KI-Plattform. Dafür sind mindestens 16 Gigabyte Arbeitsspeicher, eine SSD und eine Neural Processing Unit mit 40 TOPS erforderlich. Die NPU übernimmt KI-Aufgaben direkt auf dem Gerät und arbeitet dabei besonders effizient. Viele Windows-KI-Funktionen wurden bislang ausschließlich für solche Systeme freigegeben. Leistungsstarke Rechner mit moderner Grafikkarte blieben dagegen außen vor, obwohl sie die notwendige Rechenleistung oft ebenfalls bieten.

Grafikkarte statt KI-Chip

Laut „WindowsLatest“ hat Microsoft die Anforderungen in einem Support-Dokument angepasst. Demnach sollen Programmierschnittstellen für Large Language Models künftig auch lokal auf PCs ohne Copilot+-Zertifizierung laufen können. Eine NPU wäre dann nicht mehr zwingend notwendig. Stattdessen soll eine ausreichend starke Grafikkarte genügen. Als Mindestvoraussetzung nennt Microsoft eine Nvidia-Grafikkarte der RTX-30-Serie mit mindestens 6 Gigabyte Videospeicher. Damit würde bereits eine GeForce RTX 3050 die Anforderungen erfüllen.

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Mehr Möglichkeiten für Nutzer

Die Änderung hätte gleich mehrere Folgen. Entwickler könnten KI-Anwendungen künftig auf günstigerer und verbreiteter Hardware erstellen. Gleichzeitig würden deutlich mehr Nutzer von neuen KI-Funktionen profitieren können. Noch gibt es keine Ankündigung, dass Funktionen wie Recall oder KI-Schreibhilfen tatsächlich ohne NPU freigeschaltet werden. Dennoch deutet vieles darauf hin, dass Microsoft die bisherige Pflichtausstattung lockert. Da moderne Grafikkarten bei der Rechenleistung oft deutlich stärker sind als NPUs, wäre dieser Schritt technisch wenig überraschend. Quellenangabe: WindowsLatest.

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