Der KI-Konzern OpenAI hat offiziell einen Antrag für einen Börsengang in den USA eingereicht. Das Unternehmen, das hinter dem bekannten Chatbot ChatGPT steht, reichte entsprechende Unterlagen bei der US-Börsenaufsicht SEC ein. Zunächst machte OpenAI keine Angaben zum Volumen oder den Bedingungen des geplanten Börsengangs. Auch ein genauer Zeitplan steht bislang nicht fest. Es könne noch eine Weile dauern, da einige Vorhaben als privates Unternehmen einfacher umzusetzen seien. Der Antrag für eine Aktienplatzierung wurde zunächst vertraulich eingereicht, sodass Geschäftsinformationen noch unter Verschluss bleiben, während die SEC die Unterlagen prüft.
Bewertung von bis zu einer Billion Dollar angestrebt
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters strebt der KI-Riese bei seinem Börsendebüt eine Bewertung von bis zu einer Billion Dollar an. Dies wäre einer der größten Börsengänge aller Zeiten. Der Börsengang könnte bereits im September erfolgen. OpenAI wurde zuletzt mit 852 Milliarden Dollar bewertet. Anfang des Jahres hatte das Unternehmen 110 Milliarden Dollar von namhaften Investoren wie SoftBank, Amazon und Nvidia erhalten. Zudem wurde die Partnerschaft mit dem frühen Investor Microsoft neu verhandelt, was Kooperationen mit anderen Firmen wie Amazon und der Google-Mutter Alphabet ermöglichte.
Monatlicher Umsatz von zwei Milliarden Dollar
OpenAI erklärte im März, einen monatlichen Umsatz von zwei Milliarden Dollar zu erzielen. ChatGPT hatte zu diesem Zeitpunkt wöchentlich mehr als 900 Millionen aktive Nutzerinnen und Nutzer. Das Unternehmen ist damit einer der führenden Akteure im Bereich der künstlichen Intelligenz.
Konkurrent Anthropic ebenfalls auf Börsenkurs
Erst vor einer Woche hatte auch der Konkurrent Anthropic seinen Börsengang angemeldet. Mit dem Vollzug dieses Schrittes wird noch in diesem Jahr gerechnet. Kurz vor der Ankündigung hatte der US-Konzern nach einer neuen Finanzierungsrunde mitgeteilt, nun wertvoller als OpenAI zu sein. KI-Start-ups wie Anthropic und OpenAI wollen mit Börsengängen zu Billionenfirmen werden. Analysten sehen dies als Zeichen für den anhaltenden Hype um künstliche Intelligenz, auch wenn viele dieser Unternehmen bisher keinen Gewinn erwirtschaften.



