Straßenrad-Weltmeister Tadej Pogacar setzt seine Dominanz bei der Tour de Romandie fort. Der slowenische Radstar gewann die zweite Etappe im Sprint einer größeren Gruppe und feierte damit seinen zweiten Tagessieg am dritten Tag der Rundfahrt. Nur im Prolog zum Auftakt hatte sich Pogacar mit dem sechsten Platz begnügt.
Pogacar schlägt erneut zu
Auf der 173,1 Kilometer langen Etappe von Rue nach Vucherens setzte sich Pogacar im Sprint vor dem Franzosen Dorian Godon durch. Godon, der in dieser Saison bereits Etappensiege bei Paris-Nizza und der Katalonien-Rundfahrt eingefahren hatte, zählt eigentlich zu den Top-Sprintern. „Die anderen waren zu früh im Wind, das war ein Vorteil für mich. Ich hatte alles unter Kontrolle und konnte einen guten Sprint hinlegen“, erklärte Pogacar nach dem Rennen. Der 27-Jährige hatte erst am vergangenen Sonntag den schweren Frühjahrsklassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich gewonnen.
Lipowitz' Attacke bleibt erfolglos
Kurz vor dem Ziel hatte der Deutsche Florian Lipowitz eine Attacke gestartet, konnte sich jedoch nicht entscheidend absetzen. Lipowitz, der am Vortag in einer vierköpfigen Ausreißergruppe um Pogacar die Führungsarbeit verweigert hatte und dafür einen Rüffel vom Tour-Champion erhielt, machte sich mit seiner Fahrweise erneut keine Freunde. In der Gesamtwertung bleibt Lipowitz Zweiter, sein Rückstand auf Pogacar beträgt 17 Sekunden.
Ausblick auf die dritte Etappe
Am Freitag wartet auf die Fahrer die dritte Etappe über 176,6 Kilometer mit Start und Ziel in Orbe. Das Profil ist erneut anspruchsvoll. Vor allem der Col du Mollendruz, ein Berg der zweiten Kategorie, dürfte rund 30 Kilometer vor dem Ziel für eine Vorentscheidung sorgen. Pogacar wird versuchen, seine Führung weiter auszubauen.



