Kanu-Kadersichtung in Neubrandenburg: Nachwuchsathleten zeigen Winterform
Neubrandenburg • Rund 50 Nachwuchssportler aus ganz Mecklenburg-Vorpommern stellten sich in Neubrandenburg einer intensiven Landeskadersichtung im Kanusport. An der renommierten Kanutrainingsstätte am Oberbach wurden die jungen Talente aus den Altersklassen Schüler A bis Jugend, also im Alter von 11 bis 15 Jahren, auf Herz und Nieren geprüft. Für die jüngeren Schüler B standen hingegen erste Vortests auf dem Programm, um ihre Entwicklung frühzeitig zu erfassen.
Bestandsaufnahme nach der Winterpause
Im Mittelpunkt der Sichtung stand die umfassende Überprüfung des aktuellen Leistungsstandes nach der anspruchsvollen Winterpause. „Es ging primär um die Bestätigung des Kaderstatus. Diese zweite Sichtung nach der Herbstauswahl dient als klare Bestandsaufnahme: Wer hat im Winter konsequent und effektiv trainiert – und wer vielleicht nicht?“, erläuterte Steffi Junges, die erfahrene Sichtungstrainerin im Landeskanuverband Mecklenburg-Vorpommern. Die Veranstaltung zeigte damit deutlich, wie wichtig die Trainingsdisziplin in der vorwettkampffreien Zeit ist.
Anspruchsvolle Testbatterie fordert die Jugendlichen
Das durchdachte und anspruchsvolle Testprogramm verlangte den jungen Athleten einiges ab. Neben präzisen Zeitfahrten im Boot, bei denen sowohl Kajak- als auch Canadier-Sportler an den Start gingen, wurden auf Kurz- und Langstrecken auch umfangreiche Koordinations-, Kraft- und Ausdauertests absolviert. Besonders der abschließende 1500-Meter-Lauf entwickelte sich zur echten Herausforderung: „Gerade dieser Lauf am Ende eines langen und intensiven Tages ist eine echte Charakterfrage. Er zeigt, wer auch unter Erschöpfung noch alles geben kann“, so Junges weiter. Die Sportgymnasiastin Pia Reichstein gehörte dabei zu den herausragenden Teilnehmerinnen, die sich in den verschiedenen Disziplinen besonders gut präsentierten.
Vereine aus ganz Mecklenburg-Vorpommern vertreten
Vertreten waren talentierte Nachwuchskanuten aus Vereinen im gesamten Bundesland, unter anderem aus Stralsund, Neustrelitz, Wismar und Schwerin. Die Ergebnisse fielen aus Sicht der Trainerin durchaus unterschiedlich aus: „Diese zweite Sichtung hat wieder eindrucksvoll und unmissverständlich gezeigt, wer im Winter richtig Gas gegeben hat – und wer leider etwas nachgelassen hat“, resümierte Junges, die nicht mit allen Leistungen vollständig zufrieden war. Die Veranstaltung dient somit als wichtiger Gradmesser für die weitere Förderung und Entwicklung der jungen Kanuten in der Region.



