Zverev übersteht harte Prüfung bei seinem Problemturnier
Alexander Zverev hat beim Masters-Turnier in Indian Wells eine anstrengende Hürde genommen und sich mit viel Kampfgeist ins Achtelfinale gespielt. Der Weltranglistenvierte aus Deutschland bezwang den hartnäckigen US-Amerikaner Brandon Nakashima nach 2 Stunden und 32 Minuten Spielzeit mit 7:6 (7:2), 5:7, 6:4. Dieser Sieg markiert den sechsten Erfolg in der direkten Begegnung mit der Nummer 30 der Welt.
Schwerstarbeit unter kalifornischer Sonne
Bei Temperaturen von 29 Grad am Sonntagmittag entwickelte sich das Match zu einer echten Geduldsprobe für Zverev. Nakashima, der 24-jährige Tennisspieler aus San Diego, ließ im ersten Satz keine Breakchance zu und wehrte zudem zwei Breakbälle des Deutschen erfolgreich ab. Dennoch behielt Zverev die Nerven und entschied den Tiebreak souverän für sich.
Im zweiten Durchgang setzte Nakashima seinen Widerstand fort. Er gab bei seinen Aufschlagspielen nichts her, während Zverev bei einem Stand von 3:4 zwei weitere Breakchancen des Kaliforniers abwehren konnte. Doch dann verlor der Deutsche seinen Aufschlag zum 5:6 und damit auch den Satz.
Entscheidender Durchgang bringt die Wende
Im dritten und entscheidenden Satz fand Zverev schließlich besseren Zugriff auf den Service seines Gegners. Der Deutsche blieb geduldig, kreierte frühe Breakchancen und nutzte schließlich seinen ersten und einzigen Break zum Matchgewinn. Die Erleichterung nach diesem hart erkämpften Sieg war dem 28-Jährigen deutlich anzusehen.
Herausforderndes Turnier für den Deutschen
Indian Wells gilt traditionell als Problemturnier für Alexander Zverev. Seit seinem Debüt im Jahr 2015 ist die deutsche Nummer eins im Coachella Valley nie über das Viertelfinale hinausgekommen. Bei allen anderen aktuellen ATP-1000-Turnieren hat Zverev hingegen mindestens das Halbfinale erreicht – eine bemerkenswerte Diskrepanz in seiner Turnierbilanz.
Nächste Herausforderungen warten bereits
Im Achtelfinale erwartet Zverev nun entweder den italienischen Hamburg-Sieger Flavio Cobolli, der zuletzt das Turnier in Acapulco gewonnen hatte, oder Frances Tiafoe aus den USA. Sollte es dem Deutschen gelingen, erstmals ins Halbfinale von Indian Wells einzuziehen, könnte dort ein Duell mit Jannik Sinner warten. Ein mögliches Finale würde dann gegen Carlos Alcaraz oder Novak Djokovic führen.
Die Erinnerung an das vorherige Jahr ist für Zverev noch frisch: 2025 war er bereits in der zweiten Runde am Niederländer Tallon Griekspoor gescheitert. Umso bedeutender ist der jetzige Erfolg, der Hoffnung auf eine bessere Platzierung bei diesem prestigeträchtigen Turnier macht.



