Zverev entgeht Blamage in Monte Carlo: Drama-Sieg nach Rückstand von 0:4
Zverev entgeht Blamage: Drama-Sieg in Monte Carlo

Zverev entgeht Blamage in Monte Carlo: Drama-Sieg nach Rückstand von 0:4

Monte Carlo – Was für ein Krimi gleich zum Auftakt! Tennis-Star Alexander Zverev (28) hat beim Masters-Turnier in Monte Carlo das frühe Aus nur hauchdünn abgewendet. Gegen den Chilenen Cristian Garin (29) setzte sich der Hamburger mit 4:6, 6:4, 7:5 durch – und das nach einem dramatischen Verlauf.

Rückstand von 0:4 im entscheidenden Satz

In seinem ersten Sandplatz-Match des Jahres nach elfmonatiger Pause lag Zverev im dritten und entscheidenden Satz bereits mit 0:4 zurück. Gegen die Nummer 109 der Welt drohte eine handfeste Blamage. Beim Stand von 5:3 schlug der Außenseiter sogar zum Sieg auf. „Da zeigte er Nerven“, kommentierte Zverev nach der Partie selbstkritisch.

Doch dann kämpfte sich die Nummer 3 der Weltrangliste zurück. Vor atemberaubender Kulisse in seiner Wahlheimat benötigte der Olympiasieger von 2021 drei Matchbälle in einem über zwölf Minuten dauernden letzten Spiel, um seinen Gegner endgültig in die Knie zu zwingen.

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Selbstkritik trotz Sieg

„Ich hatte kein gutes Level. Ich hatte keine Kontrolle über den Ball, habe ihn nicht gut gefühlt“, ging Zverev nach dem Match hart mit sich ins Gericht. „Ich konnte mich nicht lange vorbereiten, wie es nötig gewesen wäre, denn hier brauchst du ein, zwei Spiele, um dich an den Platz zu gewöhnen. Daher bin ich sehr glücklich, gewonnen zu haben, gerade hier.“

Der Grund für die mangelnde Vorbereitung: Durch sein Halbfinale beim Masters in Miami, wo er erst an Superstar Jannik Sinner (24/Italien) scheiterte, kam Zverev sehr spät in Monaco an und konnte nur wenig trainieren.

„Eine überragende Kampfleistung“

„Für mich hat das Match zwei Seiten. Das Tennis-Level war dünn, aber vom Kämpferischen her war es sehr gut“, analysierte Zverev. Der Schlüssel zum Erfolg: „Wichtig war, dass ich nach dem 0:4 gleich zurückgebreakt habe.“

Sky-Experte Patrik Kühnen (60) zeigte sich beeindruckt: „Das sind Siege, die mehr wert sind, als ein 6:3, 6:2. Eine überragende Kampfleistung von Zverev.“ Der Hamburger macht damit Punkte in der Weltrangliste gut – vor einem Jahr war er bereits in der ersten Runde ausgeschieden.

Nächste Herausforderungen

Nach einem Freilos in der ersten Runde und dem Erfolg gegen Garin trifft Zverev nun am Donnerstag im Achtelfinale auf den Belgier Zizou Bergs (26). Interessant: Mit der Nummer 47 der Welt hatte Zverev Anfang der Woche noch trainiert, ohne zu wissen, dass er schnell auf ihn treffen würde.

Kommende Woche erwartet Turnierdirektor Kühnen Zverev dann bei „seinen“ BMW Open in München. Dort ist der dreimalige Grand-Slam-Finalist der Titelverteidiger – und wird hoffentlich besser vorbereitet antreten als in Monte Carlo.

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