Zverevs Sandplatz-Albtraum setzt sich fort: Erneute Niederlage gegen Sinner
Alexander Zverev hat im Halbfinale des prestigeträchtigen ATP-Masters von Monte-Carlo eine weitere bittere Niederlage einstecken müssen. Der deutsche Tennisprofi unterlag dem Italiener Jannik Sinner mit 1:6 und 4:6 und war dabei auf seinem vermeintlichen Lieblingsbelag, dem roten Sand, über weite Strecken chancenlos.
Dritte Masters-Niederlage in Serie gegen den Italiener
Es war bereits das dritte Masters-Turnier in Folge, in dem Zverev im Halbfinale an Sinner scheiterte. Nach den Niederlagen in Indian Wells und Miami setzte sich diese unglückliche Serie nun auch in Monte-Carlo fort. Der 28-jährige Deutsche, der in der Weltrangliste auf Platz drei notiert ist, zeigte zwar zu Beginn des Matches mit zwei starken Stoppbällen noch Kampfgeist, doch Sinner konterte früh und sicherte sich das entscheidende Break.
Der erste Satz entwickelte sich zu einer Demonstration der Überlegenheit des Italieners. Sinner spielte druckvoll, variabel und zwang Zverev kontinuierlich zu Fehlern. Besonders auffällig war, wie sehr die vergangenen Niederlagen gegen Sinner und dessen großen Konkurrenten Carlos Alcaraz an Zverevs Selbstvertrauen gezerrt haben. Ähnlich wie zu Beginn seiner Karriere gegen die damaligen Dominatoren Rafael Nadal, Novak Djokovic und Roger Federer stößt Zverev nun regelmäßig an seine Grenzen.
Verbesserungen zeigen im entscheidenden Moment keine Wirkung
Zverev war trotz der jüngsten Rückschläge optimistisch in das Match gegangen. Seit Jahresbeginn hat er sein Spiel bewusst umgestellt, agiert offensiver und hat seine Vorhand spürbar verbessert. Auf dem roten Sand, der traditionell als sein Lieblingsbelag gilt, hoffte er auf die Wende. Doch gegen die konstante Qualität Sinners verpufften diese Anstrengungen.
Im zweiten Satz gelang es Zverev zwar, das Spiel länger ausgeglichen zu gestalten. Viermal brachte er seinen Aufschlag sicher durch und zeigte besseres Tennis. Doch Sinner blieb auf konstant hohem Niveau und erkämpfte sich mit einem sensationellen Passierschlag den ersten Matchball, den er prompt nutzte. Damit setzte sich der Weltranglistenzweite aus Italien erneut durch.
Sandplatzsaison startet mit Rückschlag für Grand-Slam-Ambitionen
Das Turnier in Monaco markiert den Auftakt der Sandplatzsaison, die in Vorbereitung auf die Ende Mai beginnenden French Open in Paris stattfindet. Gerade bei den French Open werden Zverev die größten Chancen auf den ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere eingeräumt. Die aktuelle Niederlage dürfte daher besonders schmerzen und wirft Fragen nach der mentalen Stärke in entscheidenden Momenten auf.
Im Finale von Monte-Carlo trifft Jannik Sinner auf den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen Carlos Alcaraz und dem lokalen Hoffnungsträger Valentin Vacherot aus Monaco. Für Alexander Zverev bleibt die Erkenntnis, dass trotz technischer Verbesserungen die mentale Hürde gegen die absolute Weltspitze weiterhin besteht.



