Wegen der strengen Nachtruhe-Regelung in Wimbledon musste Alexander Zverev (29) sein Achtelfinale gegen Jiri Lehecka (24) am Montagabend abbrechen. Beim Stand von 6:4, 7:5, 3:3 schickte die Turnierleitung die Spieler von Centre Court. Grund: Die Anwohner rund um den All England Lawn Tennis & Croquet Club sollen durch nächtliche Zuschauerströme nicht gestört werden. Deshalb ist um 23 Uhr Ortszeit Schluss – auch wenn Stadion, Zuschauer, Flutlicht und Dach vorhanden sind.
Zverev führt klar, aber Match wird abgebrochen
Der French-Open-Sieger und Olympiasieger von 2021 hatte die Partie fest im Griff. Mit jeweils einem Break gewann er die ersten beiden Sätze 6:4 und 7:5. In der Royal Box verfolgte Tennis-Ikone Roger Federer (44), achtmaliger Wimbledon-Sieger, das Geschehen, verließ aber nach dem zweiten Satz das Stadion. Ob er am Dienstag zurückkehrt, ist unklar.
Für Zverev ist die Unterbrechung kein Neuland: Bereits im Vorjahr musste er in der ersten Runde gegen Arthur Rinderknech (30) über zwei Tage spielen – und schied damals aus. Diesmal scheint der Sieg jedoch sicher. Der Hamburger würde damit erstmals in Wimbledon einen Top-20-Spieler schlagen und zum ersten Mal ins Viertelfinale an der Church Road einziehen. Zudem wäre er der 27. Deutsche, der in den legendären „Last 8 Club“ aufgenommen wird – eine automatische Mitgliedschaft auf Lebenszeit für alle Viertelfinalisten der Einzelwettbewerbe.
Angstgegner Taylor Fritz wartet bei Sieg
Sollte Zverev am Dienstag gewinnen, wartet im Viertelfinale sein Angstgegner: Taylor Fritz (28). Gegen den Amerikaner verlor Zverev die letzten sieben Partien, zuletzt vor zweieinhalb Wochen in Halle/Westfalen. „Den Trend umzukehren, dafür gebe es keinen besseren Zeitpunkt“, kommentierte Zverev die Aussicht auf das Duell. Die Fortsetzung des Achtelfinals gegen Lehecka ist für Dienstagnachmittag angesetzt.



