Tennis-Profis in Dubai gestrandet: Russische Stars flüchten mit Sonderflug
Bange Stunden für drei Tennis-Stars in der Wüstenmetropole Dubai. Der eskalierende Krieg im Nahen Osten hat nun auch die Sportwelt direkt getroffen und für unerwartete Reiseprobleme gesorgt. Erst am vergangenen Samstag war in Dubai das ATP-Turnier zu Ende gegangen, das der russische Spitzenspieler Daniil Medvedev (30) für sich entscheiden konnte. Der Weltranglisten-Elfte gewann das Finale kampflos gegen den niederländischen Kontrahenten Tallon Griekspoor (29) und holte damit seinen 23. ATP-Titel.
Flugverbot nach Iran-Konflikt lässt Stars festsitzen
Seit dem Turnierende saß Medvedev jedoch zusammen mit seinen beiden russischen Kollegen Andrey Rublev (28) und Karen Khachanov (29) in Dubai fest. Nach dem Beginn des Iran-Konflikts war von den Behörden zunächst ein striktes Flugverbot verhängt worden, das die Abreise der Sportler verhinderte. Alle drei Spieler gehören zur internationalen Tennis-Elite und belegen aktuell Plätze in den Top 20 der Weltrangliste.
Mittlerweile konnten die drei Profis die Emirate jedoch verlassen, wie die Mutter von Andrey Rublev bestätigte. Das Trio sei mit einem speziell organisierten Sonderflug abgereist und würde zunächst in der türkischen Metropole Istanbul landen, um anschließend die Weiterreise nach Los Angeles anzutreten. Gegenüber der russischen Nachrichtenagentur „RIA Novosti“ erklärte sie: „Ich warte auf den Anruf von Andrey, der mir seine Ankunft in Istanbul mitteilt. Für das Team von Medvedev, Khachanov und Rublev wurde ein Sonderflug organisiert. Sie sind um 16 Uhr aus Oman abgeflogen, ich warte auf einen Anruf, der ihre Ankunft in Istanbul bestätigt; von dort aus fliegen die Jungs weiter nach Los Angeles. Der Flug dauert 6 Stunden und 30 Minuten, wie mir gesagt wurde.“
Terminprobleme bei Turnieren in den USA
Eigentlich hätten Medvedev und Rublev bereits in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch im kalifornischen Indian Wells am sogenannten Eisenhower Cup teilnehmen sollen. Bei diesem eintägigen Mixed-Schauturnier im Tiebreak-Format wären sie an der Seite von Mirra Andreeva (18) aus Russland und der US-Amerikanerin Amanda Anisimova (24) angetreten. Aufgrund des Flugverbots und der daraus resultierenden verspäteten Abreise war eine rechtzeitige Ankunft jedoch nicht möglich. Daher mussten Medvedev und Rublev für das Schauturnier durch Learner Tien (20) und Alexander Bublik (28) ersetzt werden.
Beim Hauptturnier in Indian Wells, das am Mittwochabend beginnt, wollen alle drei russischen Spieler aber wie ursprünglich geplant an den Start gehen. Die organisatorischen Herausforderungen und die unvorhergesehene Verzögerung haben die Tennis-Profis vor logistische Probleme gestellt, doch dank des Sonderflugs scheint die Teilnahme an den kommenden Wettkämpfen gesichert.
Die Situation unterstreicht, wie sehr internationale Sportereignisse von geopolitischen Entwicklungen beeinflusst werden können. Während die Spieler nun ihre Reise fortsetzen, bleibt abzuwarten, ob weitere Sportler von ähnlichen Reiseproblemen betroffen sein werden.



