Deutsches Tennis-Team startet nach Abstieg ohne Eva Lys neu
Tennis-Frauen: Neustart nach Abstieg ohne Eva Lys

Deutsches Frauen-Tennisteam startet nach Abstieg ohne Eva Lys neu

Nach dem bitteren Abstieg aus der Weltgruppe des prestigeträchtigen Billie Jean King Cups steht das deutsche Frauen-Tennisteam vor einem umfassenden Neuanfang. Dieser Neustart muss zunächst ohne die gesetzte Topspielerin Eva Lys erfolgen, die aufgrund einer anhaltenden Knieverletzung nicht zur Verfügung steht.

Verletzung zwingt Lys zur Pause

Die 24-jährige Hamburgerin Eva Lys, aktuell auf Platz 75 der Tennisweltrangliste, hat ihre Knieverletzung, die sie sich in Australien zugezogen hat, noch nicht vollständig auskuriert. Aus diesem Grund kann sie beim Qualifikationsturnier der Regionalgruppe I vom 7. bis 11. April im portugiesischen Oeiras nicht mitwirken. Der Deutsche Tennisbund (DTB) bestätigte diese personelle Lücke, die den Neuaufbau des Teams deutlich erschwert.

Junges Team übernimmt Verantwortung

Neuer Cheftrainer Torben Beltz, der im November die Nachfolge von Rainer Schüttler antrat, setzt konsequent auf junge Talente. Neben den bereits nominierten Ella Seidel (21), Noma Noha Akugue (22) und Tessa Brockmann (20) berief er Nastasja Schunk (22) und die erst 18-jährige Eva Bennemann nach. Bennemann erhält damit ihre erste Nominierung für den Billie Jean King Cup, während Noha Akugue ebenfalls ein Neuling im Teamwettbewerb ist. Schunk brachte bereits 2021 in der Finalrunde gegen die Schweiz erste Erfahrungen im Doppel ein.

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Beltz verzichtete bewusst auf die erfahrenen Spielerinnen Laura Siegemund (38) und Tatjana Maria (38), um den vom Verband ausgerufenen Neuaufbau konsequent umzusetzen. In einer DTB-Mitteilung betonte der Trainer: "Mit der Nachnominierung folgen wir dem klar definierten Prozess, junge Spielerinnen an die Nationalmannschaft heranzuführen, die Deutschland auch in den nächsten Jahren vertreten werden."

Schwierige Aufgabe in Portugal

In der Gruppe D des Qualifikationsturniers trifft die deutsche Auswahl auf Dänemark, Portugal und Schweden. Um sich für die nächste Runde zu qualifizieren, muss das Team Gruppenerster werden und in der K.o.-Phase unter die besten drei Mannschaften kommen. Die vier schlechtplatziertesten Länderauswahlen steigen in die Regionalgruppe II ab, was den Druck auf die junge Mannschaft zusätzlich erhöht.

Ohne die verletzte Eva Lys sinken die Chancen auf eine sofortige Rückkehr in die Weltgruppe deutlich. Nun lastet die Hauptverantwortung auf den Schultern von Ella Seidel, die als Weltranglisten-85. auf dem Papier die mit Abstand beste Spielerin im Kader ist. Ihr kommt in Portugal eine Schlüsselrolle zu, um das junge Team zu führen und die angestrebten Erfolge zu ermöglichen.

Erfahrung von Trainer Beltz als Stütze

Torben Beltz, der als langjähriger Trainer von Angelique Kerber große Erfolge feierte – 2016 führte er die Ex-Spielerin bei den Australian Open und den US Open zu zwei ihrer drei Grand-Slam-Titel –, bringt wertvolle Erfahrung mit. Seit Ende 2024 ist der 49-Jährige Chef-Bundestrainer der Frauen und folgte damals auf Barbara Rittner. Seine Expertise wird in dieser schwierigen Phase des Umbruchs besonders gefordert sein, um das junge Team optimal auf die Herausforderungen des Billie Jean King Cups vorzubereiten.

Der personelle Rückschlag durch den Ausfall von Eva Lys stellt Beltz vor eine erste Bewährungsprobe in seiner neuen Rolle. Sein strategisches Geschick und die Entwicklung der jungen Talente werden entscheidend dafür sein, ob der Neustart des deutschen Frauen-Tennisteams trotz der Widrigkeiten erfolgreich verlaufen kann.

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