Becker begeistert: Gestärkter Zverev greift Top-Duo auf Sand an
Becker begeistert: Zverev greift Top-Duo auf Sand an

Becker geht "Herz auf": Gestärkter Zverev greift Top-Duo auf Sand an

Alexander Zverev startet in seiner Wahlheimat Monte-Carlo mit einem ausgezeichneten Gefühl in die Sandplatzsaison. Der deutsche Tennisstar lebt wie sein italienischer Konkurrent Jannik Sinner in Monaco und schätzt die kurzen Wege, das malerische Ambiente und das angenehme Wetter. Doch das Heimturnier hat für Zverev eine noch größere Bedeutung: Es markiert den Auftakt in die Sandplatz-Saison, an deren Ende sich der Weltranglistendritte seinen Traum vom ersten Grand-Slam-Sieg erfüllen möchte.

Zurück auf dem Lieblingsbelag

"Endlich zurück auf Sand", verkündete Zverev bei Instagram. Der Sandplatz ist sein bevorzugter Belag, auf dem ab dem 24. Mai auch bei den French Open in Paris gespielt wird. Das Masters-1000-Turnier in Monte-Carlo dient als wichtige Standortbestimmung für die kommenden Wochen. Boris Becker zeigt sich bereits jetzt begeistert von der Entwicklung des Spielers und spricht von einem "Zverev 2.0".

Tennis-Ikone gerät ins Schwärmen

"Mir geht das Herz auf", sagte die Tennis-Legende im gemeinsamen Podcast mit der ehemaligen Spielerin Andrea Petkovic über Zverevs Umstellungen seit Jahresbeginn. Becker betonte: "Er spielt offensiv, er steht im Feld, er geht ans Netz, er spielt mal Serve-and-Volley – so kann ein Sascha Zverev, mit dieser Spielweise, mit dieser Einstellung, auch bald ein Grand-Slam-Turnier gewinnen. Ich bin überzeugt. Er muss es nur weitermachen."

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Genau das hat Zverev vor. Der 28-Jährige verlor zuletzt bei den Hartplatz-Turnieren in Indian Wells und Miami jeweils im Halbfinale gegen Sinner. Doch diese beiden Turniere haben eindrucksvoll bewiesen: Zverev ist näher an Sinner und den Weltranglistenersten Carlos Alcaraz herangerückt. Durch sein mutigeres und aggressiveres Spiel mache Zverev zwar "den ein oder anderen Fehler mehr", erklärte Becker, "aber die Chancen auf den Sieg erhöhen sich. Gerade gegen die absolut Besten, und das ist eben Sinner und das ist Alcaraz."

Mögliches Halbfinal-Duell mit Angstgegner

Auch in Monte-Carlo droht Zverev ein Halbfinal-Duell mit Sinner, sollten beide ihre Matches bis dahin gewinnen. Die deutsche Nummer eins ist nach einem Freilos in der ersten Runde am Mittwoch gegen den Chilenen Cristian Garín klarer Favorit. Das mögliche Aufeinandertreffen mit Sinner, der ihn siebenmal in Folge schlagen konnte, dürfte Zverev jedoch bereits im Hinterkopf haben.

"Vielleicht sollte er sich mal mit Jannik Sinner irgendwo einschließen und alleine rauskommen für ein paar Wochen, dass der mal nicht mehr spielen kann gegen ihn", scherzte Becker angesichts von Zverevs Sieglos-Serie gegen den Weltranglistenzweiten. Doch der dreimalige Wimbledon-Gewinner ist guter Hoffnung und fügte hinzu: "Die Sandplatz-Saison kommt, da ist in der Regel Zverev besser als Sinner. Aber da gibt es wiederum andere Gegner."

Zverev fühlt sich bereit für den großen Coup

Alcaraz zum Beispiel. Der Spanier muss nach seinem frühen Aus in Miami nun im Fürstentum Monaco Leistung bringen, um die Weltranglisten-Position eins nicht an Sinner zu verlieren. Der Südtiroler profitiert auch davon, dass er aufgrund seiner dreimonatigen Doping-Sperre aus dem Vorjahr aktuell keine Punkte zu verteidigen hat.

Zverev ist als Dritter von den Punkten her meilenweit vom Spitzenduo entfernt. Sein Ziel, die Nummer eins der Tennis-Welt zu sein, wird immer unwahrscheinlicher. Doch an seine Grand-Slam-Chance glaubt Zverev inzwischen wieder deutlich mehr. Im Vorjahr habe er sich diesen Coup auch aufgrund diverser Verletzungen nicht so zugetraut. "Ich fühle mich anders dieses Jahr, ich fühle, dass es passieren kann – und auch passieren wird", prophezeite der gebürtige Hamburger.

Chefkritiker Becker hat nichts zu meckern

Becker stimmt ihm da voll und ganz zu. "Es ist für mich eine Frage der Zeit, bis er mal ein ganz großes Turnier gewinnt", sagte der 58-Jährige. In der Vergangenheit hatte Becker Zverevs latente Passivität immer wieder kritisiert und war dafür vom Spieler öffentlich auch angegangen worden. Aktuell hat der Experte jedoch nichts zu meckern: "Die Art und Weise gefällt mir. So macht es Spaß, zuzuschauen, und deswegen hat er auch Erfolg."

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Die Sandplatzsaison verspricht also spannende Duelle und möglicherweise den lang ersehnten Durchbruch für Alexander Zverev. Mit der Unterstützung von Boris Becker und einem gestärkten Selbstvertrauen könnte das Jahr 2026 zum entscheidenden Moment in der Karriere des deutschen Tennisstars werden.