NRW-Bürger geben klaren Olympia-Zuspruch: 66 Prozent für Bewerbung
NRW: 66 Prozent für Olympia-Bewerbung bei Bürgerentscheiden

Deutliches Votum für Olympische Spiele in Nordrhein-Westfalen

Die Bürgerinnen und Bürger in Nordrhein-Westfalen haben ein klares Signal für eine Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele gesetzt. Bei den landesweiten Bürgerentscheiden sprachen sich laut vorläufigem Endergebnis 66,0 Prozent der Abstimmenden für eine Bewerbung der Region „KölnRheinRuhr“ aus. Diese Zahlen teilte der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) einen Tag nach Abschluss der Abstimmungen mit.

Erfolgreiche Abstimmung in fast allen Kommunen

In der als „Leading City“ fungierenden Metropole Köln zog sich die Auszählung der Stimmen bis in die frühen Morgenstunden. Das Ergebnis zeigt jedoch eine breite Unterstützung in der Bevölkerung. Insgesamt erreichten 16 von 17 Kommunen die erforderliche Zustimmungsquote für die Olympia-Bewerbung. Einzig in Herten, wo gemeinsam mit Recklinghausen Mountainbike-Wettbewerbe geplant waren, beteiligten sich nicht genügend Menschen an der Abstimmung. Diese Stadt scheidet damit aus der NRW-Bewerbung aus.

Vergleich mit anderen deutschen Bewerbern

Nordrhein-Westfalen ist nach München der zweite nationale Bewerber, der die Rückendeckung der Bevölkerung erhalten hat. In der bayerischen Landeshauptstadt hatten sich im vergangenen Herbst 66,4 Prozent für eine Olympia-Bewerbung ausgesprochen. Sport-Staatsministerin Christiane Schenderlein (CDU) kommentierte das Ergebnis: „Das ist ein weiteres starkes Signal an das Internationale Olympische Komitee: Menschen in Deutschland wollen die Spiele! Jetzt drücken wir die Daumen, dass wir auch das nächste Referendum in Hamburg gewinnen.“ Hamburg wird Ende Mai über eine mögliche Bewerbung abstimmen, während Berlin auf einen solchen Entscheid verzichtet.

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Entscheidungsprozess bis zum Herbst

Die Zustimmung zur Bewerbung bedeutet noch keine endgültige Entscheidung für Olympische Sommerspiele in NRW. Der DOSB bewertet alle Kandidatenstädte mit Hilfe einer speziellen Matrix, in die auch die Ergebnisse der Bürgerentscheide einfließen. Die finale Entscheidung über den deutschen Bewerber fällt am 26. September. Bis Anfang Juni haben alle Bewerberstädte noch die Möglichkeit, ihre Konzepte nachzubessern und zu optimieren. Die Spiele könnten in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 stattfinden.

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