Olympia-Kritik von Snowboard-Star Ledecka: "Es geht nur um Geld und Politik"
Ledecka kritisiert IOC scharf: "Olympia nur Geld und Politik"

Snowboard-Star Ledecka rechnet mit dem IOC ab

Die tschechische Snowboarderin Ester Ledecka hat nach ihrem überraschend frühen Ausscheiden im Parallel-Riesenslalom bei den Olympischen Winterspielen eine deutliche Kritik am Internationalen Olympischen Komitee (IOC) geäußert. Die Ausnahmeathletin ließ ihrem Frust freien Lauf und warf dem Komitee vor, die Interessen der Sportler zu ignorieren.

„Sie hören nicht auf die Athleten“

„Bei Olympia geht es nicht um die Sportler, es geht um die Show, die Rennen, es geht ums Geld und Politik“, sagte Ledecka am Sonntag nach ihrem Rennen in Livigno. Die 30-Jährige betonte mit Nachdruck: „Sie hören nicht zu, denn es geht ihnen gar nicht um die Athleten.“ Diese deutlichen Worte sorgten für Aufsehen im olympischen Umfeld.

Hintergrund der Kritik

Der Grund für Ledeckas Ärger ist die aktuelle Debatte um das zukünftige Programm der Winterspiele. Sowohl die traditionsreiche Nordische Kombination als auch der relativ junge Parallel-Riesenslalom der Snowboarder stehen für die Winterspiele 2030 in den französischen Alpen auf der Kippe. Die Snowboard-Disziplin ist erst seit den Spielen 2002 in Salt Lake City im olympischen Programm vertreten.

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Ledecka verteidigte ihren Sport mit Leidenschaft: „Wenn man sich hier umschaut, dann haben wir wieder bewiesen, dass wir hierher gehören, denn die Leute sind gekommen, um uns zu sehen. Und es waren wirklich viele, und sie hatten Spaß.“ Die Snowboarderin betonte damit den Unterhaltungswert und die Publikumsakzeptanz ihrer Disziplin.

Olympische Geschichte geschrieben

Die tschechische Athletin hatte bereits olympische Geschichte geschrieben. Bei den Spielen 2018 in Pyeongchang triumphierte sie als Doppelsiegerin – sowohl im alpinen Super-G auf Skiern als auch im Parallel-Riesenslalom auf dem Snowboard. Diese außergewöhnliche Leistung machte sie zu einer der bekanntesten Wintersportlerinnen ihrer Generation. 2022 in Peking sicherte sie sich erneut Gold auf dem Snowboard.

Weiterer Wettkampf steht bevor

In Livigno war Ledecka als Topfavoritin im Parallel-Riesenslalom gestartet, schied aber bereits im Viertelfinale aus. Die Enttäuschung über dieses frühe Ausscheiden mag ihre scharfe Kritik am IOC zusätzlich befeuert haben. Am Donnerstag (11.30 Uhr) geht die Tschechin jedoch wieder an den Start – dann im alpinen Super-G in Cortina d’Ampezzo.

Die Debatte um die Zukunft olympischer Wintersportarten wird durch Ledeckas deutliche Worte neue Nahrung erhalten. Die Snowboarderin positioniert sich klar als Fürsprecherin ihres Sports und kritisiert dabei grundlegende Mechanismen des olympischen Systems. Ihre Aussagen werfen Fragen nach der Prioritätensetzung des IOC und der tatsächlichen Bedeutung der Athleten im olympischen Kontext auf.

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