CAS weist Beschwerde von Curlerin Angela Romei gegen Olympia-Nichtberücksichtigung ab
Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat die Beschwerde der italienischen Curlerin Angela Romei gegen ihre Nichtberücksichtigung für die Olympischen Winterspiele abgewiesen. Die 28-jährige Athletin hatte sich dagegen gewehrt, dass die Tochter von Nationaltrainer Marco Mariani für das Heim-Event in Italien den Vorzug erhielt.
Keine ausreichenden Beweise für Willkür
Der CAS teilte mit, dass keine ausreichenden Beweise für eine willkürliche oder unangemessene Entscheidung des italienischen Eissportverbandes (FIGS) vorlägen. Romei, die ihre Heimat bei sechs Weltmeisterschaften und neun Europameisterschaften vertreten hat, hatte sowohl gegen den FIGS als auch gegen World Curling Beschwerde eingelegt. Nach einer Anhörung am Samstag wurden beide Anträge zurückgewiesen.
Große Aufregung in Italien
In Italien sorgt der Fall für erhebliche Aufregung und kontroverse Diskussionen. Im Gegensatz zur erfahrenen Romei hat die 19-jährige Rebecca Mariani, Tochter des Nationaltrainers, noch keinerlei Erfahrungen im Seniorenbereich gesammelt. Der italienische Verband begründete die umstrittene Entscheidung mit der vielseitigen Einsetzbarkeit der jungen Athletin.
Die offizielle Begründung lautete: Rebecca Mariani könne auf allen vier Positionen im Curling-Team eingesetzt werden, während Angela Romei nur auf einer spezifischen Position spiele. Diese taktische Flexibilität habe den Ausschlag für die Nominierung gegeben, obwohl Romei über deutlich mehr internationale Erfahrung verfügt.
Hintergrund des sportlichen Eklats
Angela Romei gehört zu den erfahrensten Curlerinnen Italiens und hat das Land bei zahlreichen internationalen Wettbewerben vertreten. Ihre Nichtberücksichtigung zugunsten der Tochter des Nationaltrainers löste eine breite Debatte über Transparenz und Fairness im Auswahlverfahren aus. Viele Sportbeobachter und Fans äußerten Kritik an der Entscheidung des Verbandes.
Das Curling-Turnier der Frauen bei den Olympischen Winterspielen beginnt am 12. Februar. Die italienische Mannschaft wird nun ohne die etablierte Romei antreten müssen, während die junge Rebecca Mariani ihr Olympia-Debüt geben wird. Der CAS-Entscheid ist endgültig und lässt keinen weiteren Rechtsweg zu.



