Deutsche Rugby-Auswahl mit personellen Problemen zur WM-Serie
Die deutsche 7er-Rugby-Nationalmannschaft kehrt auf die große internationale Bühne zurück, muss jedoch gleich zu Beginn der WM-Serie mit erheblichen personellen Ausfällen kämpfen. Nach einer furiosen Qualifikation fallen drei wichtige Leistungsträger für das Auftaktturnier in Hongkong verletzt aus, was die Chancen der als Underdog gestarteten Mannschaft deutlich schmälert.
Fehlende Stammkräfte bremsen das "Wolfpack" aus
Bundestrainer Pablo Feijó muss auf Kapitän Tim Lichtenberg, den schnellen Jakob Dipper und Daniel Eneke verzichten. Besonders der Ausfall von Dipper wiegt schwer, der mit seinen Versuchen maßgeblich zum vorzeitigen Qualifikationserfolg beigetragen hatte. "Natürlich werden uns diese Spieler fehlen, die es zuletzt in der SVNS 2 sehr gut gemacht haben", erklärte der spanische Trainer die schwierige Ausgangslage.
Die deutsche Mannschaft hatte sich durch einen Turniersieg in Nairobi und den zweiten Platz in Montevideo vorzeitig für die WM-Serie qualifiziert. Nun trifft das geschwächte Team in der Gruppenphase auf absolute Weltklasse: Auf dem Programm stehen Partien gegen den zweimaligen Olympiasieger Fidschi, den Paris-Sieger Frankreich und Großbritannien.
Underdog-Rolle ohne großen Druck
Ersatzkapitän Niklas Koch betonte die besondere Herausforderung: "Wir gehören in diesem Wettbewerb natürlich noch zu den Außenseitern, weil wir so gut wie keine Erfahrungen auf diesem Level haben." Gleichzeitig sieht er in der Underdog-Rolle auch eine Chance: "Druck habe die Mannschaft kaum, wir können einfach performen und dann gucken, wie weit wir kommen."
Die WM-Serie umfasst drei Turniere: Nach dem Start in Hongkong folgen Veranstaltungen in Valladolid (29. bis 31. Mai) und Bordeaux (5. bis 7. Juni). Anders als 2022 in Kapstadt, als Deutschland erstmals an einer Rugby-WM teilnahm, wird der Titel nicht in einem einzelnen Turnier, sondern über diese Serie vergeben. Teilnehmen dürfen die acht Mannschaften der Weltserie sowie die vier besten Teams der zweiten Division.
Trotz der schwierigen Ausgangslage will die deutsche Auswahl die Begegnungen mit der Weltelite genießen und wertvolle Erfahrungen sammeln. Die erste Begegnung mit Fidschi stellt dabei ein historisches Ereignis dar, da beide Teams noch nie aufeinandertrafen.



