Indycar-Desaster für Mick Schumacher: Defekter Schlagschrauber zerstört Rennen auf dem Phoenix Raceway
Mick Schumacher (26) erlebt in seiner Debütsaison in der amerikanischen Indycar-Serie eine bittere Enttäuschung. Nach einem vielversprechenden vierten Platz im Qualifying stürzte der Deutsche im zweiten Saisonrennen am Samstagabend auf dem legendären Phoenix Raceway auf einen enttäuschenden 18. Platz ab. Besonders schmerzhaft: Ein technischer Defekt beim Boxenstopp zerstörte alle Hoffnungen auf ein gutes Ergebnis.
Oval-Debüt mit harter Lektion
Zum ersten Mal in seiner Karriere startete der Sohn der Formel-1-Legende Michael Schumacher (57) bei einem Oval-Rennen. Der Phoenix Raceway ist bekannt für seine reine Geschwindigkeit auf der nur eine Meile (ca. 1,6 Kilometer) langen Strecke, nicht für technische Finesse. „Die Jungs haben viel mehr Erfahrung in dieser Art von Rennen als ich, und das habe ich von Runde eins an gesehen“, gab Schumacher nach dem Rennen ehrlich zu.
Schon in der Anfangsphase zeigten sich die gewaltigen Unterschiede zwischen dem ehemaligen Formel-1-Piloten und den erfahrenen Oval-Spezialisten der Serie. Gegner wie Serienmeister Alex Palou (28) flogen förmlich an dem Deutschen vorbei. „Ich wusste gar nicht, was geschieht, da war er schon an mir vorbei“, beschrieb Schumacher die überwältigende Geschwindigkeit der Konkurrenz auf der sogenannten „High Line“, der extrem hohen und langen Kurve des Ovals.
Technische Panne beim Boxenstopp
Der eigentliche Rückschlag kam jedoch beim entscheidenden Boxenstopp. Ein Schlagschrauber streikte komplett, die Crew musste erst ein Ersatzgerät herbeischaffen – kostbare Sekunden, die Mick Schumacher wertvolle Positionen kosteten. Diese Verluste konnte er bis zum Rennende nicht mehr aufholen, obwohl er sich bis zum Schluss verbissen wehrte.
Das Rennen auf dem Phoenix Raceway bot reichlich Anschauungsmaterial für den Oval-Neuling:
- Spektakuläre Unfälle an der Streckenbegrenzung
- Blitzschnelle Positionswechsel in jeder Runde
- Ein gnadenloses Fahrerfeld, das jeden noch so kleinen Fehler sofort bestraft
Selbst Favorit und Serienmeister Alex Palou musste sich dem Chaos geschlagen geben und schied vorzeitig aus. Den Sieg sicherte sich am Ende der erfahrene Josef Newgarden (35).
Positiver Blick nach vorn
Trotz der enttäuschenden Platzierung zeigte sich Mick Schumacher nach dem Rennen optimistisch: „Es war sehr interessant, ich freue mich, mehr zu lernen.“ Die harte Lektion auf dem Oval dürfte dem Deutschen wertvolle Erfahrungen für die kommenden Rennen gebracht haben.
Bereits in einer Woche, am 15. März, geht es in Arlington/Texas weiter – diesmal wieder auf einem Straßenkurs, der Schumacher aus seiner Formel-1-Zeit vertrauter sein dürfte. Sky überträgt das Rennen live für alle deutschen Fans.



