Formel-1-Power-Ranking nach den Bahrain-Tests: Wer steht wo?
Die Formel-1-Saison 2026 steht in den Startlöchern, und nach intensiven Testtagen in Bahrain zeichnet sich bereits ein klares Bild ab. Insgesamt sechs Tage lang haben die elf Rennställe ihre runderneuerten Autos unter realen Bedingungen geprüft – mit mehr Batterieleistung, kürzeren und leichteren Fahrzeugen. Doch welches Team hat überzeugt, und wer kämpft noch mit Kinderkrankheiten? Das erste Power-Ranking der Saison liefert Antworten.
Die Spitzenteams: Mercedes und Ferrari in Topform
An der Spitze des Rankings steht eindeutig Mercedes. Der W17 präsentierte sich in Bahrain als das Auto, das es zu schlagen gilt. Mit 741 gefahrenen Runden und nur kleinen Problemen zeigte das Team Stärke und Zuverlässigkeit. Das alte Formel-1-Sprichwort bewahrheitet sich: Ein schnelles Auto zuverlässig zu machen, ist einfacher als umgekehrt.
Direkt dahinter positioniert sich Ferrari mit dem SF-26. Charles Leclerc legte am letzten Testtag die beste Rundenzeit hin, und auch die Probe-Starts von Lewis Hamilton beeindruckten. Zwar sind einige technische Spielereien noch nicht vollständig ausgereift, doch das Potenzial ist offensichtlich.
McLaren und Red Bull im Mittelfeld
Weltmeister McLaren musste in den Tests erkennen, dass die Dominanz der letzten beiden Jahre Geschichte ist. Die Testtage verliefen solide, ohne größere Zuverlässigkeitsprobleme, doch Lando Norris und Oscar Piastri gehörten zwar regelmäßig zu den besten drei Fahrern des Tages, aber nicht an die Spitze.
Bei Red Bull sorgte vor allem Max Verstappen für Schlagzeilen – allerdings weniger durch Leistung als durch Kritik an den neuen Regularien. Positiv zu vermerken ist, dass der erste eigene Motor des Teams funktioniert und vor allem in der ersten Testhälfte sehr zuverlässig war.
Überraschungen und Enttäuschungen
Die positive Überraschung der Tests war Haas. Sollte das Team die Leistung in die Saison retten, könnte es als „Best of the rest“ hinter den Top-Teams landen. Mit 794 Runden fuhr Haas die zweitmeisten hinter McLaren.
Am anderen Ende der Skala steht Aston Martin. Bei dem Team von Ingenieurslegende Adrian Newey funktionierte so gut wie nichts. Am letzten Testtag konnte Lance Stroll nur sechs Runden absolvieren. Motorenhersteller Honda hofft, die Probleme bis zum zweiten Rennen der Saison zu lösen.
Das komplette Ranking im Überblick
- Mercedes: Bestes Auto im Feld, 741 Runden, kleine Probleme
- Ferrari: Beeindruckende Leistungen von Leclerc und Hamilton
- McLaren: Solide Tests, Dominanz eingebüßt
- Red Bull: Verstappen kritisiert Regularien, Motor funktioniert
- Haas: Positive Überraschung, zweitmeiste Runden
- Racing Bulls: Zuverlässig, aber Pace fehlt noch
- Alpine: Nahezu reibungslose Tests, aber Vorsicht geboten
- Williams: Drittmeiste Runden, aber Auto zu schwer
- Audi: Legitimes Mittelfeld-Team, Zuverlässigkeit gesteigert
- Cadillac: Funktionierendes Auto, aber viel Luft nach oben
- Aston Martin: Massive Probleme, nur sechs Runden am letzten Tag
Die Formel-1-Saison 2026 verspricht spannend zu werden. Während Mercedes und Ferrari als Favoriten aus den Tests hervorgehen, müssen Teams wie Aston Martin dringend Lösungen finden. Die ersten echten Antworten gibt es beim Saisonauftakt in Melbourne in zwei Wochen.



