Formel 1 in Japan: McLaren schlägt Mercedes-Duo im Training in Suzuka
Das Formel-1-Training in Suzuka hat für eine Überraschung gesorgt. Während die Mercedes-Fahrer die neue Saison bislang dominierten, meldete sich das Weltmeister-Team McLaren in Japan mit einem starken Auftritt zurück. Der Australier Oscar Piastri erzielte in der zweiten Übungseinheit die schnellste Runde des Tages und verwies das favorisierte Mercedes-Duo Kimi Antonelli und George Russell auf die Plätze zwei und drei.
McLarens Comeback nach China-Enttäuschung
Dieser Erfolg kommt für McLaren zur rechten Zeit. Beim letzten Rennen in China hatte das Team eine große Enttäuschung erleben müssen, als beide Fahrer wegen technischer Probleme mit ihren Autos nicht starten konnten. Titelverteidiger Lando Norris belegte im zweiten McLaren den vierten Rang und komplettierte damit das starke Abschneiden des britischen Rennstalls.
Weiterhin im Tief steckt dagegen Red Bull. Max Verstappen, der zuletzt viermal in Serie in Japan gewonnen hatte, kam im Training nicht über Platz zehn hinaus. Ein Lichtblick für das deutsche Publikum war der starke siebte Platz von Audi-Pilot Nico Hülkenberg.
Mercedes bleibt Gesamtfavorit trotz Trainingsniederlage
Vor dem dritten Saisonlauf am Sonntag führt Silberpfeil-Fahrer George Russell die Gesamtwertung mit vier Punkten Vorsprung vor seinem Teamkollegen Kimi Antonelli an. Russell hatte den Auftakt in Australien und den Sprint in China gewonnen, während der erst 19-jährige Antonelli sich den Sieg beim Hauptrennen in Shanghai sicherte.
Mercedes hat unter dem neuen technischen Regelwerk der Formel 1, das seit dieser Saison gilt, offenbar bislang die besten Lösungen für seine Autos gefunden und gilt auch in Japan trotz der Trainingsniederlage als Favorit. Die ärgsten Verfolger waren bisher die Ferrari-Piloten Charles Leclerc und Lewis Hamilton, deren neuer Dienstwagen seine größte Stärke am Start hat. Im Training belegten die Ferrari die Plätze fünf und sechs.
Audi-Werksteam erlebt erneut Führungswechsel
Schon wieder eine Art Neuanfang erlebt derweil das neue Audi-Werksteam, das sich vor einer Woche überraschend von Teamchef Jonathan Wheatley trennte. Als Auslöser wurden „persönliche Gründe“ genannt. Der Leiter des Formel-1-Projekts von Audi, Mattia Binotto, übernahm vorerst auch die Aufgaben des Teamchefs. Diese Entwicklung sorgt für zusätzliche Spannung im Vorfeld des Japan-Grand-Prix.
Das Training in Suzuka hat gezeigt, dass die Dominanz von Mercedes in dieser Saison nicht unangreifbar ist. McLaren hat mit seinem starken Auftritt Hoffnung auf mehr Abwechslung an der Spitze gemacht. Ob sich dieser Trend im Qualifying und im Rennen bestätigt, bleibt abzuwarten.



