600 km in 96 Stunden: Deutscher Cyborg Arda Saatçi plant Höllenlauf durchs Death Valley
Deutscher Cyborg läuft 600 km durchs Death Valley

Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Deutschlands wohl bekanntester Ultra-Athlet Arda Saatçi (28) hat eine neue Mission: Zu Fuß über 600 Kilometer in unter 96 Stunden zurückzulegen. Das entspricht 14 Marathons am Stück. Und die Strecke führt nicht durch eine Idylle, sondern durch einen der lebensfeindlichsten Landstriche der Erde.

Vom Badwater Basin nach Los Angeles

Nach dem spektakulären Lauf von Berlin nach New York 2024 und der Durchquerung Japans 2025 legt der „Cyborg“ – halb Mensch, halb Maschine, wie er sich selbst nennt – noch einen drauf. Am 5. Mai startet er gegen 11 Uhr Ortszeit am tiefsten Punkt Nordamerikas: dem Badwater Basin in Kalifornien, 86 Meter unter dem Meeresspiegel, mitten in einem gewaltigen Salzbecken. Von dort geht es durch das Death Valley bis nach Los Angeles zum Santa Monica Pier.

Extreme Bedingungen im Death Valley

„Es erwarten mich Bedingungen, die einmalig auf der Welt sind“, kündigt Arda in einem aktuellen Video an. In der Region wurde die höchste je gemessene Lufttemperatur von 56,7 Grad registriert. Der Asphalt kann bis zu 80 Grad heiß werden. „Es wird empfohlen, auf der weißen Linie der Straße zu laufen, sonst können die Schuhsohlen anfangen zu schmelzen.“

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Das Badwater Basin im Death Valley: Weit und breit gibt es hier nichts außer karger, schroffer Landschaft, die in der Hitze regelrecht glüht.

Unsichtbare Gefahr: Dehydrierung

Dazu verfolgt ihn eine unsichtbare Gefahr: Dehydrierung. „Ich kann bis zu anderthalb Liter Wasser pro Stunde an Schweiß verlieren. Das Problem ist nur, man merkt es nicht richtig.“ Denn: „Durch die Hitze verdunstet der Schweiß. Obwohl du dich außen trocken fühlst, trocknest du innerlich aus.“ Der Berliner vergleicht: „Die Luftfeuchtigkeit in Deutschland beträgt so um die 60 bis 80 Prozent. Im Death Valley erwarten mich zwischen 10 und 20 Prozent.“

Rund um die Uhr unterwegs

Über 6.000 Höhenmeter sind zu überwinden. Ruhe ist ein Luxus: „Vielleicht schlafe ich, vielleicht schlafe ich auch gar nicht.“ Rund 60.000 Kalorien verbrennt der Extremsportler in den rund vier Tagen – und muss sie währenddessen zu sich nehmen. Auch die heimische Tierwelt ist ein Risiko: Klapperschlangen, Spinnen, Skorpione, Berglöwen, Kojoten. Er grinst darüber: „Ich hoffe, die haben auch Bock, den Cyborg kennenzulernen.“

Livestream auf YouTube und Twitch

Fans können im Livestream auf YouTube und Twitch rund um die Uhr jeden Schritt miterleben: „Die Kamera wird mich zu keiner Sekunde verlassen.“ Arda zeigt sich absolut entschlossen: „Ich habe sehr großen Respekt davor, aber habe Lust, mich dieser Herausforderung zu stellen.“

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