Klare Niederlage in Cottbus stürzt Warnemünde in Abstiegsnot
Erwartungsgemäß konnten die stark ersatzgeschwächten Handballer des SV Warnemünde beim Zweiten der Regionalliga Ostsee-Spree, dem Lausitzer HC Cottbus, keine Punkte erringen. Die Mannschaft aus der Hansestadt unterlag mit einem deutlichen 14:36 (8:20) und musste eine heftige Schlappe hinnehmen.
Abstiegsplatz durch Greifswalds Überraschungssieg
Durch den unerwarteten 26:24-Erfolg des HC Vorpommern Greifswald gegen den Dritten OSF Berlin rutschten die Männer aus dem Ostseebad auf den ersten Abstiegsplatz der Liga. Vor den Schützlingen von Trainer Tim Völzke, der zum Saisonende sein Amt niederlegt, liegen nun der BFC Preußen und die TSG Lübbenau im Kampf um den Klassenerhalt.
„Wir haben noch vier Spiele vor der Brust. Drei davon müssen wir gewinnen“, erklärte Völzke nach der Niederlage. Die verbleibenden Partien umfassen Auswärtsspiele bei den Preußen und in Lübbenau sowie Heimspiele gegen Greifswald und Blau-Weiß Berlin. Ungewiss bleibt zudem, ob der Verein überhaupt für die kommende Saison 2026/27 gemeldet wird.
Personelle Probleme erschweren den Überlebenskampf
Der sportliche Kampf um den Verbleib in der Regionalliga wird durch erhebliche personelle Engpässe zusätzlich erschwert. Für den entscheidenden Saisonendspurt fehlen dem SV Warnemünde wichtige Stützen:
- Till Mallach, mit bisher 105 Treffern bester Torjäger der Mannschaft, fällt wegen eines Mittelhandbruchs aus
- Arne-Henning Reiser steht aufgrund eines Sportverbots nicht zur Verfügung
- Ole Prüter und Patrick Schmidt sind aus beruflichen Gründen möglicherweise nicht einsatzbereit
Dieser massive Aderlass konnte beim Spiel gegen den starken LHC Cottbus nicht kompensiert werden. „Wir hatten gegen Cottbus null Chancen“, räumte Trainer Völzke ein. Fünf Tore gelangen immerhin Felix Fick, der damit der erfolgreichste Werfer der Warnemünder Mannschaft war.
Die Aufstellung von Warnemünde: Hoffmann, Lampe (1 Tor), Hintze – M. Hochmuth (1), C. Hochmuth, Lebedies, Beyer, Jung, Kalbe (1), Bardosch (2), Fick (5), Naumann (1), Walkenhorst (2), Dammeier, Staeben (1).



