Olise provoziert Pauli-Fans: Jubel, Pfiffe und Gelbe Karte
Bayerns Flügelspieler Michael Olise hat mit seinen provozierenden Gesten bei den St.-Pauli-Fans am Millerntor für erheblichen Wirbel gesorgt. Der Franzose, der ansonsten für seine stoische Ruhe bekannt ist, geriet in einem hitzigen Duell mit Linksverteidiger Karol Mets und wurde fortan von den Heimfans kräftig ausgepfiffen.
Privatduell eskaliert – Gelbe Karte für Olise
Das 5:0 der Bayern ab der 20. Minute kündigte bereits die angespannte Atmosphäre an. Olise war ob der zahlreichen Fouls, insbesondere von Karol Mets, sichtlich genervt. Nach Fouls von Lars Ritzka und Joel Chima Fujita zählte der 24-Jährige mit den Fingern nach und sah schließlich in der 52. Minute Gelb von Schiedsrichter Tobias Stieler für seine Reaktion. Fortan bewegte sich Olise mit seinen dünnen Zauberbeinchen auf dünnem Eis durch die Partie.
Provokanter Jubel vor der Gegengerade
Die sinnvollere Antwort folgte drei Minuten später – das 3:0. Als der Buhmann seinen Treffer demonstrativ und voller Gestik vor der Gegengerade bejubelte, wandelte der Franzose nach dieser Unsportlichkeit am Rande der Gelb-Roten Karte. Das hatte recht starke Effenberg-Vibes und brachte die St.-Pauli-Fans vollends auf die Palme.
Kompany greift ein – Olise wird zum Provokateur
Trainer Vincent Kompany vernahm den Jubel, brüllte an der Seitenlinie "Michael! Michael" und gab das Signal zur Auswechselung. Bei der Auswechselung legte sich Olise ein letztes Mal ausgiebig mit den Heimfans an. Auf den Pfiffe-Orkan reagierte er mit hämischem Applaus. Vor der Bank angekommen quittierte er auf ihn geworfenes Konfetti mit der Daumen-hoch-Geste. Erst provoziert, dann Provokateur.
Kritik von Matthäus, Rückendeckung von Eberl
"Das muss nicht sein", kommentierte Sky-Experte Lothar Matthäus das Gehabe von Olise. Verteidigt wurde der Offensiv-Star hingegen von Max Eberl: "Michael hat Emotionen. Er ist ein unfassbar guter Fußballer und muss natürlich immer damit rechnen, dass er auch mal geneckt und geärgert wird. Dann kamen natürlich die Emotionen von den Zuschauern, die natürlich St. Pauli unterstützen und da versucht haben, Einfluss zu nehmen", sagte der Sportvorstand und fügte an: "Klar, er war emotional, aber ich glaube, er hat seine Leistung auf dem Platz gezeigt. Ich finde, solche Emotionen gehören zu einem Fußballspiel auch dazu."
Das hitzige Duell zwischen Olise und den Pauli-Fans bleibt damit ein prägendes Bild des Spiels am Millerntor, das die emotionale Seite des Fußballs einmal mehr in den Vordergrund rückte.



