Handball-Highlight in Köln: Final4 mit technischen Innovationen
Das größte Ereignis im deutschen Klub-Handball steht bevor: Am Wochenende steigt in der Kölner Lanxess-Arena das Lidl Final4 um den DHB-Pokal. Die Halbfinals finden am Samstag statt, das Finale am Sonntag. Die Arena ist an beiden Tagen mit knapp 20.000 Zuschauern ausverkauft, was die enorme Beliebtheit dieses Sportevents unterstreicht.
Spannende Paarungen und klare Favoriten
Los geht es am Samstag um 15.45 Uhr mit dem ersten Halbfinale zwischen dem TBV Lemgo Lippe und dem Deutschen Meister Füchse Berlin. Um 18.45 Uhr trifft dann der Bergische HC auf den SC Magdeburg. Klarer Favorit ist der Bundesliga-Tabellenführer und amtierende Champions-League-Sieger Magdeburg. Trainer Bennet Wiegert betont die Siegesmentalität seines Teams: „Wir stehen auf, um alles gewinnen zu wollen.“
In der zweiten Partie gilt Berlin als Favorit, doch Füchse-Boss Bob Hanning bleibt bescheiden: „Den zweiten Platz in der Liga zu erreichen, das hat für mich absolute Priorität. So ein Pokal wäre natürlich die Kirsche auf der Sahne. Aber wichtiger ist mir das gute Stück Kuchen in der Bundesliga.“
Revolutionäre Technik auf dem Spielfeld
Für das Handball-Highlight des Jahres haben sich Veranstalter, Partner und übertragende Sender besondere Innovationen einfallen lassen. Erstmals kämpfen die vier Teams auf einem interaktiven LED-Spielfeld um den Pokal. Neun Lkw transportierten die 800 Quadratmeter Boden nach Köln. Ermöglicht wird der Einsatz des Hightech-Glasbodens durch eine strategische Partnerschaft der Unternehmen der Schwarz Gruppe mit der Daikin Handball-Bundesliga.
Der beleuchtete Glasboden verwandelt das Spielfeld in eine riesige, digitale Leinwand. Hier werden entscheidende Momente wie:
- Der Sieben-Meter-Wurf
- Auszeiten
- Der Videobeweis
direkt auf das Feld projiziert. Auch in die Show-Elemente wird der Boden einbezogen, was für ein noch intensiveres Stadionerlebnis sorgt.
Kamera-Roboter eröffnet neue Perspektiven
Handball-Sender Dyn setzt bei seinen Übertragungen erstmals einen Kamera-Roboter ein. Das Gerät, genannt „Agito“, fährt die zehn Meter von der Torauslinie bis zur Auswechselbank und erreicht dabei Spitzengeschwindigkeiten von 56 km/h – schneller als jeder Spieler auf dem Feld. Diese Innovation eröffnet im Handball noch nie dagewesene TV-Perspektiven.
Da der ferngesteuerte Roboter auf der Kameraseite steht, kann er live ins Bild geschnitten werden und nicht nur als Zeitlupe dienen. Zusätzlich bringt Dyn 24 weitere Kameras an den Start. Als Experten begleiten Stefan Kretzschmar, Pascal Hens und Dagur Sigurdsson die Übertragungen.
Übertragung und Preisgelder
Der Sport-Streamingdienst Dyn (anteilig zur Axel Springer SE gehörend) überträgt alle Partien des Wochenendes live. Die ARD zeigt das erste Halbfinale und das Endspiel. Für die vier Teams geht es um beträchtliche Preisgelder:
- Der Pokalsieger erhält 200.000 Euro
- Der unterlegene Finalist kassiert 150.000 Euro
- Der Drittplatzierte bekommt 120.000 Euro
- Für den Vierten bleiben 90.000 Euro
Das Finale findet am Sonntag um 15.45 Uhr statt und verspricht mit dieser Kombination aus Spitzensport und technischer Innovation ein unvergessliches Handball-Erlebnis zu werden.



