Handball-EM-Auslosung: Deutsche Frauen mit günstiger Gruppe und minimalem Reisestress
Handball-EM: Deutsche Frauen mit günstiger Gruppe und wenig Reisestress

Handball-EM-Auslosung: Deutsche Frauen mit günstiger Gruppe und minimalem Reisestress

Ein Jahr nach dem Gewinn der WM-Silbermedaille reisen die deutschen Handballerinnen als klare Medaillenkandidatinnen zur Europameisterschaft im Dezember. Jetzt stehen die konkreten Gruppengegner und der Spielort für die Vorrunde fest, nachdem die Auslosung im polnischen Kattowitz erfolgte.

Günstige Gruppenkonstellation in Bratislava

Die deutsche Nationalmannschaft hat für das Fünf-Länder-Turnier eine durchaus lösbare Vorrundengruppe erhalten. In der Gruppe F in Bratislava treffen die WM-Zweitplatzierten auf Gastgeber Slowakei, Schweden und Serbien. Erstmals in der Geschichte des Kontinentalturniers richten gleich fünf Nationen die Europameisterschaft vom 3. bis 20. Dezember aus: Polen, Rumänien, Tschechien sowie Slowakei und die Türkei.

Bundestrainer Markus Gaugisch, dessen Vertrag bis 2028 läuft, zeigte sich mit dem Ergebnis der Auslosung äußerst zufrieden. "Wir können mit unserer Gruppe zufrieden sein", erklärte der erfahrene Trainer nach der Bekanntgabe der Paarungen.

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Minimaler Reisestress als großer Vorteil

Ein besonderer Vorteil für das deutsche Team ergibt sich aus dem Spielplan: Sollte sich die Auswahl des Deutschen Handball-Bundes (DHB) für die Hauptrunde qualifizieren, würde sie in Kattowitz antreten, wo auch das Final-Wochenende ausgetragen wird. Damit bleibt dem Gaugisch-Team größerer Reisestress erspart, was in der intensiven Turnierphase einen nicht zu unterschätzenden Vorteil darstellt.

"Aus Deutschland ist das reisetechnisch gut erreichbar und auch, dass wir dann für die Hauptrunde direkt nach Polen reisen, ist super. Wir haben nur eine Reise, das ist top", betonte Gaugisch die logistischen Vorteile. Die andere Hauptrunde findet parallel im rumänischen Cluj-Napoca statt.

Herausfordernde Gegner erst in späteren Turnierphasen

Ein weiterer positiver Aspekt der Auslosung: Das DHB-Team kann erst in der Finalrunde auf Titelverteidiger Norwegen treffen, gegen den es im Dezember des Vorjahres das WM-Endspiel verloren hatte. "In unserer weiteren Turnierhälfte warten vor allem mit den Niederlanden und Frankreich zwei Nationen, die schwer zu bespielen sind", analysierte Gaugisch die potenziellen Herausforderungen in den späteren Turnierphasen.

Neuer Status als Medaillenkandidat

Erstmals seit vielen Jahrzehnten tritt das deutsche Frauenteam bei einer Europameisterschaft als ernstzunehmender Medaillenkandidat an. Nach dem WM-Silber 2025 muss das erklärte Ziel der erste EM-Edelmetallgewinn seit 1994 sein.

Spielmacherin Alina Grijseels hatte nach der makellosen Qualifikation mit sechs Siegen in sechs Spielen bereits betont: "Wir werden nicht mehr unterschätzt". Diese neue Erwartungshaltung stellt sowohl Chance als auch Herausforderung für das Team dar.

Vorbereitung und personelle Veränderungen

Nach einer ausgedehnten Sommerpause kommt die deutsche Auswahl erst in fünf Monaten wieder zusammen. "Ab September Vollgas auf die EM. Dass wir diese Qualität, die wir hatten, wieder erreichen können", formulierte Gaugisch als konkretes Ziel für das Wiedersehen des Teams.

Allerdings wird das Team auf eine wichtige Führungsspielerin verzichten müssen: Xenia Smits dürfte das Turnier verpassen, da sie im Herbst ein Kind erwartet. Dieser personelle Ausfall stellt eine zusätzliche Herausforderung für die Mannschaftsplanung dar.

Die ersten beiden Teams jeder der insgesamt sechs Vorrundengruppen qualifizieren sich für die Hauptrunde, wo dann die entscheidenden Spiele um den Einzug ins Halbfinale und Finale stattfinden werden.

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