Handball-Derby zum Saisonfinale: Fortuna Neubrandenburg empfängt Stavenhagen
Handball-Derby: Fortuna Neubrandenburg gegen Stavenhagen

Handball-Derby zum Saisonfinale: Fortuna Neubrandenburg empfängt Stavenhagen

In der Frauen-Handball-Regionalliga geht am Samstag die Saison mit einem echten Höhepunkt zu Ende. Das Derby zwischen Fortuna Neubrandenburg und dem Stavenhagener SSV verspricht Spannung, obwohl die sportliche Bedeutung für beide Teams bereits geklärt ist. Die Saisonplaner des Handballverbands haben mit dieser Paarung zum Abschluss ein echtes Schmankerl organisiert.

Die Ausgangslage vor dem Derby

Aus sportlicher Sicht ist die Luft bei diesem Derby etwas raus, doch die Emotionen werden trotzdem hochkochen. Stavenhagen hat mit Platz vier bereits die erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte gespielt und diese Position sicher. Fortuna Neubrandenburg als Tabellenzweiter kann zwar theoretisch noch Meister werden, dafür müsste Tabellenführer Grün-Weiß Werder am Sonntag bei der HSG Neukölln überraschend verlieren – was in Neubrandenburg niemand ernsthaft erwartet.

Die Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur 3. Liga hat Fortuna jedoch sicher, da Werder auf einen möglichen Aufstieg verzichtet. „Wir wollen in die 3. Liga, darauf ist alles ausgerichtet. Von daher ist dieses Spiel nicht mehr ganz so wichtig“, sagt Fortuna-Trainer Kay Butzlaff. „Aber auf der anderen Seite ist es das letzte Saisonspiel und dazu noch ein Derby. Für die Mädels ist es ein wichtiges Spiel, das sie gewinnen wollen.“

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Fortuna als klarer Favorit

Dass seine Mannschaft als klarer Favorit in das Derby geht, räumt Trainer Butzlaff offen ein: „Das kann man ja nicht abstreiten. Zwischen uns und Stavenhagen liegen punktemäßig Welten.“ Genau genommen trennen die beiden Teams 13 Punkte in der Tabelle.

Stavenhagens Trainer Torsten Richter pflichtet seinem Kollegen bei: „Fortuna ist gegen uns immer Favorit. Irgendetwas anderes zu sagen, wäre Unsinn.“ Dennoch freut man sich in der Reuterstadt auf das Duell mit den Neubrandenburgerinnen und erwartet eine volle Webasto-Arena.

Stavenhagen mit besonderer Motivation

„In einer Situation zu sein, mit einem Derby die Saison zu beenden und mit einem Sieg sogar Dritter zu werden, ist schon etwas ganz Besonderes für uns“, sagt der 47-jährige Richter. „Es kann sein, dass wir diese Chance nie wieder bekommen und so werden die Mädels das Spiel auch angehen. Wir werden uns nicht verstecken.“

Im Hinspiel, das 26:26 endete, hatte der SSV die Fortuna-Frauen ordentlich geärgert, die das Unentschieden wie eine Niederlage empfunden hatten. „Da hat man gesehen, dass mit uns zu rechnen ist“, betont Torsten Richter.

Personelle Situation beider Teams

Für Fortuna Neubrandenburg kehren mit Vivien Haasmann und Medea Chokheli zwei Leistungsträger zurück, die vor einer Woche beim 32:15-Sieg gegen Warnemünde aufgrund von Erkältungen ausgefallen waren. Auch den Einsatz der zuletzt verletzten Madlen Kloska schloss Trainer Butzlaff nicht kategorisch aus: „Wichtiger ist aber natürlich, dass Madlen für die Qualispiele für die 3. Liga wieder dabei ist.“

Der Stavenhagener SSV kann indes auf seinen aktuell besten Kader zurückgreifen. Lediglich Anna Herbst fehlt aufgrund eines Kreuzbandrisses. Neubrandenburgs Cheftrainer Kay Butzlaff weiß um die Schwere der Aufgabe am Samstag: „Es wird nicht einfach“, sagt er mit Blick auf das Derby.

Das Spiel findet am Samstag um 16.30 Uhr in der Webasto-Arena statt und bildet den emotionalen Abschluss einer spannenden Regionalliga-Saison. Auch wenn die Aufstiegsfrage für Fortuna bereits geklärt ist und Stavenhagen seine beste Saison der Vereinsgeschichte gespielt hat, verspricht dieses Derby Handball auf hohem Niveau mit großer Leidenschaft.

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