Gerhard Schumacher: Mit 83 Jahren noch immer Handball-Trainer und Mentor für 38 Nationalspielerinnen
Gerhard Schumacher: Mit 83 Jahren Handball-Trainer für 38 Nationalspielerinnen

Gerhard Schumacher: Eine lebenslange Leidenschaft für den Handballnachwuchs

Gerhard Schumacher, der seit Jahrzehnten als Trainer und Mentor im Handball tätig ist, zeigt mit 83 Jahren keine Anzeichen von Müdigkeit. Der ehemalige Ausbilder des weiblichen Nachwuchses beim HC Empor Rostock ist weiterhin aktiv und unterstützt den SV Eintracht als Coach. Seine Karriere ist geprägt von einer tiefen Hingabe zum Sport und einer beeindruckenden Erfolgsbilanz.

Die Erfolgsgeschichte der Empor-Frauen

Die Handballfrauen des HC Empor Rostock schrieben zwischen 1959 und 2002 eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte, die oft übersehen wird. Unter Trainer Wolf Kreisel starteten sie mit voller Kraft und errangen bereits 1964 den ersten von drei Titeln in Folge im Feldhandball. Im Hallenhandball folgte 1965/66 der erste DDR-Meistertitel, was auf eine intensivierte Nachwuchsarbeit zurückzuführen war.

Gerhard Schumacher, der seit 1964 im unteren weiblichen Bereich des SC Empor tätig war, betont: „Nachwuchsarbeit wurde großgeschrieben und bildete die Grundlage für den Weg an die Spitze.“ Diese Philosophie trug Früchte, wie die zahlreichen Meistertitel in verschiedenen Altersklassen bis 1989/90 belegen.

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38 Nationalspielerinnen und eine dynastische Tradition

Insgesamt 38 Nationalspielerinnen trugen das Empor-Trikot, wobei Schumacher bei 35 von ihnen eine entscheidende Rolle spielte. Zu seinen Erfolgen zählen 15 Meistertitel und acht Spartakiade-Siege. Eine besondere Dynastie begann mit Inge Jeske, die nach Rostock wechselte und den Staffelstab an ihre Tochter Andrea Bölk-Stein weitergab, die 1993 Weltmeisterin wurde. Die Enkelin Emily Vogel-Bölk setzt diese Tradition fort und wurde kürzlich Vize-Weltmeisterin.

Schumacher erklärt: „Es begann mit Hannelore Roloff und endete mit Nele Reimer, die nun beim Rostocker HC spielt. Nachwuchsarbeit ist das A und O.“ Diese Überzeugung hält ihn bis heute motiviert, wie seine aktive Rolle beim SV Eintracht und seine Organisation des Ausscheids zu „Jugend trainiert für Olympia“ im März zeigen.

Die Bedeutung nachhaltiger Förderung

Die Erfolge des HC Empor Rostock basierten auf einer konstruktiven Nachwuchsförderung, die Sichtungen, Schülerturniere und Delegierungen aus anderen Vereinen umfasste. Dies ermöglichte sechs DDR-Meistertitel und einen Europacup-Finaleinzug 1968. Schumacher betont, dass der SC Empor in der ewigen Tabelle des Nachwuchsbereichs auf Platz eins geführt wird, was die langfristige Wirkung seiner Arbeit unterstreicht.

Trotz des Endes der Frauenabteilung 2002 aus wirtschaftlichen Gründen bleibt das Vermächtnis von Gerhard Schumacher und den Empor-Frauen lebendig. Seine anhaltende Aktivität als Trainer beweist, dass Leidenschaft und Engagement keine Altersgrenzen kennen.

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