Historische Leistung: McIlroy schreibt Masters-Geschichte in Augusta
Der nordirische Golf-Star Rory McIlroy hat beim Masters-Turnier in Augusta eine beeindruckende Vorstellung geliefert und steht nach dem zweiten Tag mit einem historischen Vorsprung an der Spitze. Mit einer überragenden 65er-Runde auf dem legendären Augusta National Golf Club baute der Titelverteidiger seine Führung aus und präsentiert sich als klarer Favorit für den Gesamtsieg.
Rekord-Vorsprung nach zwei Turniertagen
McIlroy liegt aktuell mit zwölf Schlägen unter Par und damit sechs Versuchen vor den beiden US-Amerikanern Sam Burns und Patrick Reed. In der gesamten Geschichte des Masters gab es nach zwei Tagen noch nie einen größeren Vorsprung des Führenden. Diese statistische Besonderheit unterstreicht die außergewöhnliche Leistung des Weltranglistenzweiten.
Der Nordire könnte nun in eine exklusive Gruppe von Spielern aufsteigen, denen die Titelverteidigung beim Masters gelang. Bisher schafften dies nur drei Legenden:
- Jack Nicklaus (1965 und 1966)
- Nick Faldo (1989 und 1990)
- Tiger Woods (2001 und 2002)
McIlroys spektakulärer Finish am zweiten Tag
Besonders beeindruckend war McIlroys Abschluss der zweiten Runde. Der 36-Jährige beendete sechs der letzten sieben Löcher mit Birdies, also jeweils einem Schlag unter Par. „Ich hätte mir sicherlich nicht vorstellen können, sechs der letzten sieben Löcher mit Birdies zu beenden“, gestand McIlroy nach seiner Runde. „Aber ich hatte immer das Gefühl, dass man hier, wenn man im Flow ist, Schwung aufnehmen kann. Heute Nachmittag war so ein Nachmittag.“
Der Golf-Star zeigte sich zufrieden mit seiner Leistung: „Ich habe mir mittlerweile einen guten Vorsprung erarbeitet. Ich konzentriere mich jetzt einfach darauf, weiterhin gut zu spielen und Vollgas zu geben.“
Konkurrenz bleibt deutlich zurück
Während McIlroy in Höchstform aufläuft, können die anderen Top-Spieler nicht mithalten. Der aktuelle Weltranglistenerste Scottie Scheffler findet sich nur auf Platz 24 wieder. Noch enttäuschender verlief das Turnier für Bryson DeChambeau, der vor dem Masters als Mitfavorit gehandelt wurde. Der US-Amerikaner schied nach einer 76er- und einer 74er-Runde überraschend früh aus und qualifizierte sich nicht für die letzten beiden Turniertage.
Das Teilnehmerfeld in Augusta war in diesem Jahr ohne einige bekannte Gesichter. Nachdem sich der deutsche Ex-Champion Bernhard Langer im vergangenen Jahr aus Altersgründen verabschiedet hatte, war kein deutscher Spieler am Start. Auch Tiger Woods fehlte nach seinem jüngsten Autounfall.
Ausblick auf die letzten beiden Runden
McIlroy geht nun als großer Favorit in die entscheidenden Wettkampftage. Sollte er seinen Vorsprung verteidigen und das Turnier gewinnen, würde er aus dem bisherigen Trio der Titelverteidiger ein Quartett machen. Die letzten beiden Runden versprechen spannend zu werden, auch wenn der Nordire mit seinem Rekord-Vorsprung eine komfortable Ausgangsposition hat.
Die Golf-Welt blickt gespannt nach Augusta, wo Rory McIlroy nicht nur um den Masters-Titel, sondern auch um einen Platz in den Geschichtsbüchern spielt. Seine bisherige Leistung hat bereits jetzt historische Dimensionen erreicht und setzt neue Maßstäbe für das prestigeträchtige Turnier.



