US Masters: Rory McIlroy dominiert mit Rekordvorsprung nach spektakulärer Birdie-Show
Der Nordire Rory McIlroy hat am zweiten Tag des US Masters in Augusta eine atemberaubende Leistung gezeigt und sich einen historischen Vorsprung erarbeitet. Mit einer Serie von Birdies an sechs der letzten sieben Löcher ließ der Weltranglistenzweite die Konkurrenz weit hinter sich und geht mit einem Vorsprung von sechs Schlägen in die Schlussrunden – ein Rekord in der seit 1934 ausgetragenen Geschichte des Turniers.
Spektakuläre Runde sichert Führung
McIlroy, der Titelverteidiger, knüpfte an seine starke Auftaktrunde an und startete mit Birdies an den Löchern 2, 3 und 4. Nach einem kurzen Rückschlag mit einem Bogey drehte der Golfstar auf der Back Nine richtig auf. "Einfach ein unglaublicher Abschluss der Runde", kommentierte McIlroy seine Performance. "Als ich am zwölften Abschlag stand, hätte ich mir nicht vorstellen können, dass ich mit sechs Schlägen Vorsprung ins Wochenende gehen würde."
Mit insgesamt zwölf Schlägen unter Par führt McIlroy das Feld klar an. Die nächsten Verfolger sind die US-Amerikaner Sam Burns und Patrick Reed mit jeweils sechs Schlägen unter Par, gefolgt vom Vorjahreszweiten Justin Rose mit fünf unter Par. Dieser Vorsprung ist in der Masters-Geschichte beispiellos und unterstreicht McIlroys dominante Form.
Ambitionen auf den zweiten Masters-Sieg in Folge
McIlroy, der im vergangenen Jahr erstmals das grüne Jackett gewann und damit den Karriere-Grand-Slam vollendete, hat nun die Chance, als vierter Golfer nach Legenden wie Tiger Woods, Nick Faldo und Jack Nicklaus das Masters zweimal in Folge zu gewinnen. "Es ist noch ein langer Weg. Ich habe einen fantastischen Start hingelegt, aber wir fangen wieder bei Null an, und morgen geht es für alle zurück auf den Platz", gab sich der Nordire bescheiden, trotz seines klaren Vorteils.
Konkurrenz kämpft mit Schwierigkeiten
Während McIlroy glänzte, hatten andere Favoriten mit Problemen zu kämpfen:
- Der Weltranglistenerste Scottie Scheffler leistete sich vier Bogeys in einer schwachen 74er-Runde und dürfte damit frühzeitig alle Chancen auf seinen dritten Masterssieg verspielt haben.
- Der zweimalige Majorsieger Jon Rahm aus Spanien schaffte nur knapp den Cut.
- US-Star Bryson DeChambeau verpasste die Top 50 deutlich.
Deutsche Golfer sind in diesem Jahr nicht im Feld vertreten, nachdem Bernhard Langer sich 2025 nach 41 Teilnahmen verabschiedet hatte. Auch Tiger Woods fehlt nach seinem jüngsten Autounfall unter Schmerzmitteleinfluss, der ihn zur Behandlung zwang.
McIlroys Leistung setzt ein starkes Signal für das Wochenende. Mit seinem Rekordvorsprung und der aktuellen Form scheint der Nordire kaum zu stoppen, doch wie er selbst betont, ist im Golf nichts vorhersehbar. Die Spannung in Augusta bleibt hoch.



