Beschämende WWE-Story: Pat McAfee im Fokus sorgt weiter für heftige Kritik
WWE: Pat McAfee-Story löst weiter heftige Kritik aus

Beschämende WWE-Story: Pat McAfee im Fokus sorgt weiter für heftige Kritik

Kurz vor der Megashow WrestleMania 42 steht plötzlich nicht mehr die etablierte Wrestling-Elite, sondern Star-Podcaster Pat McAfee im Mittelpunkt des WWE-Geschehens. Mit der vieldiskutierten Enthüllung des ehemaligen NFL-Footballers als mysteriöser Strippenzieher hinter Erzbösewicht Randy Orton hat sich die Liga vergangene Woche den heftigsten Sturm der Kritik seit Jahren eingehandelt. Eine Woche danach zeigt sich deutlich: Die WWE rückt nicht von der kontroversen Story-Idee ab, die angeblich von Konglomeratsboss Ari Emmanuel persönlich stammt.

WWE SmackDown vertieft die umstrittene Storyline

Bei der aktuellen Ausgabe der TV-Show Friday Night SmackDown wurde die Story stattdessen weiter vertieft – und damit weiterer Unmut provoziert. Schon am Montag bei Monday Night RAW stand McAfee indirekt im Fokus, als sich CM Punk in die Handlung einschaltete und sich in einer langen Rede vor den Fans gegen ihn und seine vermeintlichen Hintermänner in der WWE-Chefetage positionierte. Punk verspottete McAfee dabei als „Pat MAGAfee“ – eine klare Anspielung auf McAfees Sympathien für den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump.

McAfee konterte bei SmackDown prompt und nannte Punk einen Heuchler, der öffentlich den Rebellen gegen das System spiele, im Stillen aber das Geld der Bosse gern einstreiche. Er verwies dabei auf Punks umstrittene Entschuldigung in Richtung des WWE-Geschäftspartners Saudi-Arabien, den Punk vor seinem WWE-Comeback 2023 noch scharf kritisiert hatte.

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Fokusverschiebung und provokante Aktionen

Es folgte ein erneutes Wortgefecht zwischen McAfee und WWE-Champion Cody Rhodes, dem WrestleMania-Gegner von Randy Orton. Der Fokus verlagerte sich damit weiter weg von der persönlichen Rivalität der langjährigen Weggefährten Orton und Rhodes hin zu einer Meta-Geschichte. In dieser streiten sich Rhodes und McAfee darüber, wer dem Wrestling-Geschäft der WWE mit seiner Präsenz schade und wer es angeblich „rette“.

McAfee offenbarte bei seinem Auftritt auch eine sogenannte massive Überraschung: eine 25-Prozent-Ticketrabattaktion für den WrestleMania-Samstag mit dem Match Rhodes gegen Orton – nicht aber für den Sonntag mit Punk gegen Roman Reigns. Punk hatte die zunehmende Fankritik an den hohen Ticketpreisen bei WWE erst am Montag thematisiert.

Das Segment endete spektakulär: Orton wurde hinter den Kulissen zugeschaltet, während er den ebenfalls bei WWE involvierten Rapper Jelly Roll attackierte. Anschließend ließ Orton eine Attacke auf Rhodes folgen, die damit endete, dass McAfee den Titelgürtel von Rhodes an sich nahm. In provokanter Manier verließ McAfee mit dem gestohlenen Gürtel in der Hand die Halle – begleitet von Orton, der nun als sein Vollstrecker agiert.

Harte Reaktionen und Zukunftsperspektiven

McAfee beschloss seinen Auftritt mit einem höhnischen Gruß an die „Internet-Wrestlinggemeinde“, die er im Insider-Sprech als „Marks“ bezeichnete: „Gern geschehen.“ Wie der Wrestling Observer mittlerweile berichtet, soll die Story mit McAfee auch nach WrestleMania weitergehen. Für den Event Backlash im Mai sei ein Tag-Team-Match zwischen Rhodes und Jelly Roll sowie McAfee und Orton geplant.

Die ersten Reaktionen auf die neuesten Entwicklungen fallen jedoch erneut hart aus. An der Art und Weise, wie WWE McAfee inszeniert, ist zu merken, dass die Liga versucht, den realen Unmut in produktive Bahnen zu lenken. Die Kritiker wirken allerdings nicht besänftigt – erste Reaktionen in sozialen Medien und Fanforen sind einmal mehr kritisch bis verärgert.

„Das ist einfach nur beschämend“, kommentierte der langjährige Wrestling-Reporter Wade Keller in seinem Pro Wrestling Torch. „Das ist der Inbegriff einer Story, die jemand, der die Branche nicht versteht, für toll hält – ohne zu verstehen, dass derart billige und kontraproduktive Versuche, ‚Heat‘ zu erzeugen, typisch für verglühende Ligen sind und alles schlimmer machen.“ Keller bezeichnete die Inszenierung als amateurhaft und traurig mitanzusehen.

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Es sieht derzeit nicht danach aus, als ob die Unruhe in der WWE-Community abnehmen würde. Die kontroverse Storyline mit Pat McAfee bleibt ein bestimmendes Thema kurz vor WrestleMania 42 und sorgt für anhaltende Diskussionen über die kreative Ausrichtung der Liga.