WM-Ticketverkauf: Technische Probleme und drastische Preiserhöhungen verärgern Fans
WM-Tickets: Technische Probleme und hohe Preise verärgern Fans

WM-Ticketverkauf: Technische Probleme und drastische Preiserhöhungen verärgern Fans

Die aktuelle Verkaufsphase für Eintrittskarten zur Fußball-Weltmeisterschaft hat bei den Anhängern des Sports für erheblichen Unmut gesorgt. Zum Start der Verkaufsaktion am Mittwoch mussten interessierte Fans nach Beobachtungen der Deutschen Presse-Agentur und zahlreichen Schilderungen in sozialen Netzwerken teilweise mehrere Stunden warten, um überhaupt auf das Online-Portal des Weltverbandes FIFA zugreifen zu können. Einige Interessenten wurden dabei sogar in falsche Portale weitergeleitet, was die Frustration zusätzlich steigerte.

Anlaufschwierigkeiten und dynamisches Preismodell

Der Weltverband FIFA ordnete diese technischen Probleme nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur als vorübergehende Anlaufschwierigkeiten ein, die schnell behoben werden konnten. Dennoch wurden alle Tickets, die am Mittwoch auf den Markt kamen, vollständig verkauft. Für anhaltenden Ärger sorgen jedoch die drastisch gestiegenen Kartenpreise. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP haben sich die Preise für einzelne Kategorien im Vergleich zum Verkauf nach der Auslosung im Dezember teilweise deutlich erhöht.

Besonders deutlich zeigt sich dieser Preisanstieg beim Finale am 19. Juli in East Rutherford: Tickets der teuersten Kategorie kosten nun 10.990 US-Dollar (umgerechnet etwa 9.535 Euro), während sie zuvor noch bei 8.680 Dollar (etwa 7.531 Euro) lagen. Auch Eintrittskarten der Kategorien 2 und 3 sind deutlich teurer geworden. Die FIFA setzt bei dieser Weltmeisterschaft auf ein dynamisches Preismodell, bei dem sich die Ticketpreise mehrfach ändern können. Zudem bleibt für Fans unklar, wie viele Eintrittskarten überhaupt noch im Verkauf sind, da immer wieder weitere Tickets angeboten werden.

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Kritik von Fans und Verbraucherschützern

Die Ticketpreise sind schon seit längerer Zeit Anlass für heftige Kritik und kontroverse Diskussionen. Wegen der exorbitant hohen Preise haben die europäische Verbraucherorganisation Euroconsumers und Football Supporters Europe zuletzt sogar Beschwerde gegen die FIFA bei der Europäischen Kommission eingereicht. In einer entsprechenden Pressemitteilung wurde der Vorwurf erhoben, dass der Weltverband seine Monopolstellung missbrauche, um den Fans überhöhte Preise und unfaire Bedingungen aufzuzwingen.

Die Preisunterschiede zwischen verschiedenen Spielen sind dabei enorm: Während Karten für das Eröffnungsspiel zwischen Mexiko und Südafrika am 11. Juli in Mexiko-Stadt stolze 2.985 Dollar (etwa 2.590 Euro) kosteten und schnell ausverkauft waren, mussten Fans für andere Begegnungen deutlich weniger bezahlen. So gab es Tickets für das Sechzehntelfinale im San Francisco Bay Area Stadion am 1. Juli bereits für 275 Dollar (etwa 239 Euro). Ein Platz bei der Partie zwischen Kap Verde und Saudi-Arabien in Houston am 27. Juni war sogar für 380 Dollar (etwa 330 Euro) erhältlich.

Die anhaltenden technischen Probleme beim Ticketkauf kombiniert mit den drastischen Preiserhöhungen haben somit eine Welle der Unzufriedenheit unter den Fußballfans ausgelöst, die sich nun sowohl an den Weltverband als auch an die zuständigen Verbraucherschutzorganisationen wenden.

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