WM-Nacht: Südkorea siegt, Brasilien trauert, Davies fehlt Kanada
WM-Nacht: Südkorea siegt, Brasilien trauert, Davies fehlt

WM-Nacht: Südkorea jubelt, Brasilien trauert

Die erste Nacht der Fußball-Weltmeisterschaft war geprägt von Emotionen: Während Südkorea einen Rückstand drehte und gewann, trauert Brasilien um eine Legende. Auch Co-Gastgeber Kanada muss auf seinen Star verzichten, und die deutschen Nationalspieler warten noch auf Klarheit über ihre Prämien.

Südkorea dreht Spiel gegen Tschechien

Südkorea hat wie Co-Gastgeber Mexiko einen perfekten Start in die Fußball-WM erwischt. Das Team um Superstar Heung-Min Son setzte sich mit 2:1 (0:0) gegen Tschechien durch und drehte dabei einen 0:1-Rückstand. In-beom Hwang (68. Minute) und Hyeon-gyu Oh (80.) trafen für das Team um den enttäuschenden Ex-Bundesliga-Profi Son. Kapitän Ladislav Krejci hatte die Tschechen 20 Jahre nach der bislang letzten WM-Teilnahme in Deutschland in Führung geköpft (59.).

Mexiko zwischen Freude und Anspannung

„Mit großem Stolz“ gratulierte Staatspräsidentin Claudia Sheinbaum dem mexikanischen Nationalteam zum 2:0 über Südafrika und sprach von einer „historischen Freude“. Allerdings war es vor dem Stadion auch zu Ausschreitungen gekommen. Angesichts der hohen Sicherheitsmaßnahmen beschrieb die Zeitung „ESTO“ die Atmosphäre in der Stadt als „ungewöhnlich“: „Anstatt einer Stimmung wie bei einer Weltmeisterschaftsfeier löste der Gang ins Stadtzentrum ein Gefühl von Anspannung und Verzweiflung aus.“

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Brasilien trauert um Weltmeister von 1970

Zwei Tage vor dem WM-Auftakt gegen Marokko ereilte Brasiliens Fußball eine traurige Nachricht. Der frühere Abwehrspieler Brito, Weltmeister von 1970, ist im Alter von 86 Jahren gestorben. „Brito hat uns als einer der größten Verteidiger in der Geschichte des brasilianischen Fußballs verlassen“, sagte der Präsident des brasilianischen Verbands, Samir Xaud. „Möge sein Kampfgeist unseren Spielern, die an der Weltmeisterschaft teilnehmen, als Inspiration dienen.“

Bayerns Davies fehlt Kanada zum Start

Bayern Münchens Alphonso Davies kann beim ersten Spiel von Co-Gastgeber Kanada nur zuschauen. Der Abwehrspieler ist nach einer Oberschenkelverletzung aus dem Mai noch nicht rechtzeitig für das heutige Duell mit Bosnien-Herzegowina (21.00 Uhr/ARD und MagentaTV) fit geworden. Das kanadische Team setzt aber auf einen späteren Einstieg von Davies ins Turnier. „Wir hoffen sehr, dass wir in den kommenden Tagen und der nächsten Woche Fortschritte erzielen und er bald einen Beitrag leisten kann“, sagte Trainer Jesse Marsch.

Offene Prämien-Frage bei der DFB-Auswahl

Kurz vor dem WM-Auftakt am Sonntag (19.00 Uhr/ARD und MagentaTV) gegen Curaçao sind die Turnier-Prämien für das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann noch ungeklärt. Die Verhandlungen zwischen Spielern und dem Deutschen Fußball-Bund sind noch nicht abgeschlossen - eine Einigung ist aber in Sicht. „Ja, wir sind kurz davor. Also, es sieht gut aus“, sagte Abwehrspieler Jonathan Tah. Die bislang höchste Prämie sicherten sich die deutschen Weltmeister um Kapitän Philipp Lahm 2014 in Brasilien mit 300.000 Euro pro Mann.

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