Im WM-Sechzehntelfinale zwischen Belgien und Senegal ist es zu einem heftigen Streit zwischen den belgischen Stars Leandro Trossard und Youri Tielemans gekommen. In der 70. Minute, während einer Trinkpause, gerieten die beiden Spieler aneinander. Tielemans beschimpfte Trossard, der zurückmotzte. Beide gingen aufeinander los, Mitspieler und sogar Gegner mussten schlichten.
ARD-Kommentator Philipp Sohmer kommentierte die Szene: „Oha, die gehen sich da fast an die Wäsche.“ Die Situation eskalierte, nachdem Tielemans eine Flanke ins Nichts geschlagen hatte, anstatt Trossard am Strafraum einzusetzen. Der Arsenal-Stürmer reagierte wütend, die Emotionen kochten hoch.
Schlichtung durch Teamkollegen und Gegner
Nicolas Raskin ging als Erster dazwischen, um die beiden Streithähne zu trennen. Auch Romelu Lukaku versuchte zu schlichten. Sogar die Senegal-Stars Lamine Camara und Moussa Niakhaté kamen hinzu, um die Situation zu beruhigen. Trotz der Interventionen setzten Trossard und Tielemans ihre verbale Auseinandersetzung fort.
ARD-Expertin Almuth Schult sah in dem Streit jedoch auch etwas Positives: „Vielleicht braucht Belgien das auch mal, dass sie sich ein bisschen angiften. Und dass sie einfach die Emotion, die Stimmung auf den Platz bekommen. Und dass mal ganz klar die Meinung gesagt wird, wohin das jetzt hier gehen soll.“
Versöhnung per Kopfballtor
Der Zoff schien die belgische Mannschaft wachzurütteln. Belgien kämpfte sich zurück ins Spiel und glich kurz vor Schluss zum 2:2 aus. Ausgerechnet Tielemans erzielte per Kopfball den Ausgleichstreffer – nach einer Flanke von Trossard. Die beiden Streithähne fielen sich in die Arme, Tielemans hob Trossard hoch. Die Versöhnung war perfekt.
Belgien rettete sich in die Verlängerung und zeigte Moral. Der Zwischenfall zeigte, wie emotional und hitzig ein WM-Spiel sein kann, aber auch, wie schnell sich Wogen wieder glätten lassen.



