Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 steht vor der Tür und Deutschland fiebert mit. Millionen Fans, die nicht in die USA reisen können, holen sich das Turnier ins eigene Zuhause. BILD hat vor dem Anpfiff einen Blick in einige dieser privaten Fan-Zonen geworfen.
248 Euro für die Sofa-Fanzone
Steffi Winkler (46) aus Albstadt-Tailfingen in Baden-Württemberg verwandelt ihr Wohnzimmer in eine kleine Fanmeile. Gemeinsam mit ihrem Partner Alexander Merth (55), Walter Schneider (52) und dessen Sohn Max (21) fiebert sie vor dem Fernseher mit. Fahnen, Schals und Trommeln liegen bereit. „Alexander ist Entertainer und hat den Party-Song ‚Wir lieben Fußball‘ gemacht – da bleibt man nicht lange uninfiziert“, sagt Steffi. Für die private WM-Fanmeile haben sie insgesamt 248 Euro ausgegeben, unter anderem für personalisierte Trikots, Schals, Fahnen und Wimpel.
Bis zu 300 Euro pro Spiel im Partykeller
Vater Francisco Otero (60) und sein Sohn Fabrice (20) aus Neu-Isenburg in Hessen haben ihren Partykeller bunt geschmückt. „Ich bin zwar halber Spanier, aber bei der WM drücke ich unseren Jungs die Daumen“, sagt Francisco. Für die neuen Deutschland-Trikots gaben sie rund 200 Euro aus, für Bier und Essen pro Spiel bis zu 300 Euro. „Das wird bei jedem Spiel eine fette Party mit rund 40 Leuten“, so Fabrice.
250 Euro für die Terrassen-Fanzone
Dean Gautier (34) aus Neu-Isenburg hat seine Terrasse zur Fan-Meile erklärt. Mit Freundin Cheyenne Strott (24) und Mutter Pia Gautier (59) verfolgt er die Spiele. Für die Dekoration gab die Familie rund 250 Euro aus. „Pro Spiel rechnen wir mit bis zu 300 Euro für Getränke und Fleisch zum Grillen“, sagt Cheyenne.
Tausende Euro für die WM-Straße
Achim Klimmeck (70) aus Essen-Altendorf in Nordrhein-Westfalen verwandelt seine Straße seit Jahren in eine riesige Fanmeile. Was 2006 mit drei Fahnen begann, ist heute ein Großprojekt. Mehrere Tausend Euro stecken in Fahnen, Bannern und Fanartikeln. „Ich habe bestimmt 4000 bis 4500 Ösen angebracht“, sagt Klimmeck. Seine Hoffnung: „Wenn die Spieler ein echtes Team sind, können wir weit kommen.“
Public Viewing zum Selbstkostenpreis
Lutz Stüber (59) aus Harkenbleck bei Hannover veranstaltet seit der EM 2008 Public Viewing auf seinem Hof. „Aus anfangs acht Leuten sind heute bei guten Spielen schon mal 50 geworden.“ Bier kostet 1 Euro, die Bratwurst 1,50 Euro – alles zum Selbstkostenpreis. Pro Turnier investiert er rund 50 Euro pro Person für neue Fahnen.
48 WM-Fahnen für 800 Euro
Günter Kreißl (64) aus Neu-Ulm in Bayern behängt sein Reihenhaus mit den Flaggen aller qualifizierten Länder. Für 48 Fahnen gab er rund 800 Euro aus. Da seine Fassade zu klein ist, half ein Nachbar aus. Im Internet ist „Flaggen-Günter“ längst ein Star: Videos von ihm erreichten Millionen Menschen auf TikTok.
WM im Wohnzimmer mit Freunden
Rentner Jürgen Kremser (69) aus Neu-Isenburg hat sein 28 Quadratmeter großes Wohnzimmer zur Fan-Zone dekoriert. „Das Trikot ist zwar acht Jahre alt, aber ein neues ist mir zu teuer“, sagt der Eintracht-Frankfurt-Fan. Für Deko und Verpflegung will er nicht mehr als 150 Euro ausgeben. Seine Kumpels bringen zusätzlich Getränke und Essen mit.
Private Kneipe für die WM
Thorsten Buss (62) aus Kronberg in Hessen hat sich eine private Bar eingerichtet. „Die Preise für WM-Tickets in den USA sind verrückt. Wir sitzen lieber hier.“ Fanartikel im Wert von 400 Euro hatte er noch. Seine Prognose: „Wir kommen ins Finale, weil Italien nicht mitspielt.“
Neues Trikot als Sonderangebot
Jürgen Finster (63) aus Gudensberg in Nordhessen schmückt seinen Balkon mit Fahnen. Sein neues Deutschland-Trikot war ein Schnäppchen für 69,99 Euro im Supermarkt. Seine WM-Prognose: „Wir sind eine Turniermannschaft, aber im Viertelfinale ist Schluss.“



