WM 2026: DFB-Elf zur Pause 0:1 gegen Elfenbeinküste – Havertz-Tor aberkannt
WM 2026: DFB-Elf zur Pause 0:1 gegen Elfenbeinküste

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft liegt im zweiten Gruppenspiel der WM 2026 gegen die Elfenbeinküste zur Halbzeit mit 0:1 zurück. Franck Kessie erzielte in der 35. Minute das Führungstor für die Ivorer, nachdem sich Diomande links durchgesetzt hatte und Brown zunächst klärte, der Ball jedoch direkt zu Kessie sprang, der aus sechs Metern einschob. Ein vermeintlicher Ausgleichstreffer von Kai Havertz wurde wegen eines vorausgegangenen Fouls von Jamal Musiala nicht anerkannt.

Spielverlauf und Chancen

Die deutsche Mannschaft hatte das Spielgeschehen zunächst im Griff, kombinierte sich ansehnlich durch, fand jedoch keine Lücke in der ivorischen Abwehr. Die erste dicke Chance ergab sich in der 11. Minute, als Joshua Kimmich von der rechten Seite auf den Kopf von Havertz flankte, Torhüter Fofana jedoch stark parierte. Jamal Musiala scheiterte in der 21. Minute mit einem Schuss aus 16 Metern knapp am Tor. In der 24. Minute bugsierte Aleksandar Pavlovic den Ball nach einem Eckstoß ins Tor, doch Schiedsrichter Juan Gabriel Benitez aus Paraguay pfiff sofort wegen eines Stürmerfouls an Fofana – eine richtige Entscheidung.

Trinkpause als Wendepunkt

Wie bereits im ersten Spiel gegen Curacao erwies sich die Trinkpause als kritischer Moment. Direkt nach der Unterbrechung schlug die Elfenbeinküste zu. Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte vor dem Spiel bei MagentaTV betont: „Wichtig ist, den nächsten Schritt zu machen. Wir versuchen, das Spiel zu gewinnen gegen einen Gegner, der schon gefährlich ist.“ Die Mannschaft musste sich nach dem Gegentreffer kurz sammeln, Torhüter Manuel Neuer, der mit diesem Einsatz WM-Rekordtorhüter wurde, zeigte eine sichere Parade gegen einen Schlenzer von Bonny.

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Verletzungssorge um Schlotterbeck

In der 15. Minute blieb Nico Schlotterbeck nach einem Zweikampf im eigenen Strafraum am Boden und musste behandelt werden. Er kehrte zwar zurück, verließ jedoch das Gesicht und war nicht schmerzfrei. Sollte er nicht weitermachen können, stünde Antonio Rüdiger als Ersatz bereit.

Ausgangslage in Gruppe E

Mit einem Sieg hätte Deutschland bereits den Einzug ins Sechzehntelfinale klarmachen können. Sollte Ecuador in der Nacht gegen Curacao nicht gewinnen, wäre sogar der Gruppensieg perfekt gewesen. Nun droht bei einer Niederlage eine verkomplizierte Ausgangslage. Die Elfenbeinküste kann mit einem Sieg ebenfalls das Weiterkommen sichern und wäre Gruppensieger, falls Curacao nicht gegen Ecuador gewinnt. Bei einem Remis wären beide Teams sehr wahrscheinlich in der nächsten Runde, dann ist zwischen Platz eins und drei noch alles offen.

Äußere Bedingungen und Fanunterstützung

In Toronto herrschten gute äußere Bedingungen: 24 Grad, Sonnenschein und nur böiger Wind. Rund 3000 deutsche Fans hatten sich zu einem Fanmarsch zum Stadion versammelt, um Heimspielatmosphäre zu schaffen. Die deutsche Startelf blieb im Vergleich zum 7:1 gegen Curacao unverändert: Neuer – Kimmich, Tah, Schlotterbeck, Brown – Nmecha, Pavlovic – Sané, Musiala, Wirtz – Havertz. Die Elfenbeinküste wechselte im Vergleich zum 1:0-Sieg gegen Ecuador auf fünf Positionen, unter anderem rückte Kossounou in die Innenverteidigung.

Stimmen und Ausblick

Felix Nmecha wurde als bester deutscher Spieler der ersten Halbzeit hervorgehoben, da er defensiv Löcher stopfte und starke Zweikämpfe führte, jedoch noch keine erfolgreichen Schüsse abgeben konnte. In der Parallelgruppe E führten die Niederlande zur Halbzeit mit 2:0 gegen Schweden, beide Tore erzielte Brian Brobbey. Die zweite Halbzeit beginnt um 22:54 Uhr, Deutschland muss nun die Lücke finden, um das Spiel zu drehen.

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