WM 2026: DFB-Elf scheitert an Paraguay – Nagelsmann bleibt, Merz lobt
WM 2026: DFB-Elf scheitert an Paraguay – Nagelsmann bleibt

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist bei der Weltmeisterschaft 2026 bereits im Sechzehntelfinale gescheitert. Nach einem 3:4 im Elfmeterschießen gegen Paraguay reiste das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann in der Nacht zum Dienstag aus Foxborough ab. Die DFB-Elf war tief in der Nacht auf dem kleinen Stadtflughafen Smith Reynolds Airport in Winston-Salem gelandet, wie der DFB mitteilte. Nagelsmann verließ als einer der Ersten das Flugzeug und schloss einen Rücktritt aus. Auch Verbandspräsident Bernd Neuendorf, Sportdirektor Rudi Völler und Geschäftsführer Andreas Rettig waren an Bord.

Nagelsmann will weitermachen – Kimmich bleibt Kapitän

Julian Nagelsmann erklärte noch im Stadion von Foxborough, er wolle Bundestrainer bleiben. „Ich möchte es weitermachen. Ich stehe bereit, wenn man das möchte“, sagte der 38-Jährige bei MagentaTV. Sein Vertrag mit dem DFB läuft noch bis nach der EM 2028. Auch Kapitän Joshua Kimmich schloss einen Rücktritt aus. „Ich werde immer die Power haben für einen neuen Anlauf. Was ich niemals tun werde ist: aufgeben“, sagte der 31-Jährige bei MagentaTV. Es sei „schon so, dass man hier antritt und Deutschland stolz machen will“, so Kimmich. Als Kind erinnere er sich an Finals oder Halbfinals für das DFB-Team – das wolle man auch der aktuellen Generation geben.

Merz und Peña reagieren – Paraguay ruft Feiertag aus

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) lobte den Auftritt der Mannschaft trotz des Ausscheidens. „Wir sind stolz auf euch“, schrieb Merz auf der Plattform X. Ganz anders die Stimmung in Paraguay: Präsident Santiago Peña erklärte den Dienstag zum nationalen Feiertag. „Paraguay gibt niemals auf! Verdammt, das wird ein Feiertag!!“, schrieb Peña auf X. Die Regierung bestätigte den spontanen Feiertag später offiziell. In der Hauptstadt Asunción strömten jubelnde Menschenmengen auf die Straßen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

VAR-Entscheidung sorgt für Ärger – Tah-Tor aberkannt

Das aberkannte Tor von Jonathan Tah in der Verlängerung sorgte für Diskussionen. Nach einer Ecke köpfte Tah Deutschland zur vermeintlichen 2:1-Führung, doch der VAR griff wegen eines angeblichen Stoßes von Waldemar Anton gegen Paraguays Keeper Orlando Gill ein. Schiedsrichter Jalal Jayed aus Marokko entschied nach Ansicht der Bilder auf Foul. Nagelsmann nannte die Entscheidung einen „Vollskandal“ und „Witz“. MagentaTV-Experte Patrick Ittrich sagte: „Für mich ist das keine klare Fehlentscheidung vom Schiedsrichter.“

Paraguay-Keeper Gill: „Jedes Detail analysiert“

Orlando Gill avancierte zum großen Deutschland-Schreck. Er entschärfte Elfmeter von Kai Havertz und Nick Woltemade und brachte Jonathan Tah so aus dem Konzept, dass dieser den Ball weit über das Tor schoss. Auf die Frage nach seiner Vorbereitung sagte Gill der Zeitung „ABC“: „Ich habe jeden Spieler, jeden Aspekt, jedes Detail analysiert, und Gott sei Dank konnte ich zwei Elfmeter halten, was für die Qualifikation entscheidend war.“

Niederlande scheitert ebenfalls an Marokko

Nach Deutschland schied auch die Niederlande früh aus. Das Oranje-Team verlor im Sechzehntelfinale gegen Marokko mit 2:3 im Elfmeterschießen. Vor 51.243 Zuschauern in Monterrey verwandelte Ismael Saibari den entscheidenden Elfmeter. Cody Gakpo hatte die Niederlande in der 72. Minute in Führung gebracht, doch Issa Diop köpfte in der Nachspielzeit den Ausgleich. Marokko erreichte damit das Achtelfinale.

Klopp zur Bundestrainer-Debatte: „Nicht der Moment“

Jürgen Klopp wehrte sich nach dem WM-Aus gegen eine Debatte um seine Person als möglicher Bundestrainer. „Ich verstehe, dass mein Name genannt wird. Aber es ist nicht der Moment. Es gibt dazu nichts zu sagen“, sagte die Trainer-Ikone bei MagentaTV. Die Entscheidung über Nagelsmanns Zukunft liegt nun beim DFB.

DFB-Startelf mit Undav – Musiala auf der Bank

Nagelsmann hatte im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador (1:2) viel Kritik einstecken müssen. Für das K.o.-Spiel brachte er Deniz Undav erstmals in der Startelf, Jamal Musiala musste auf die Bank. Nathaniel Brown kehrte nach Adduktorenproblemen auf die linke Verteidigerposition zurück. Kapitän Joshua Kimmich blieb rechter Verteidiger, im defensiven Mittelfeld spielten Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha. In der Offensive sollten Kai Havertz, Florian Wirtz und Leroy Sané zusammen mit Undav für Tore sorgen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration

Brasilien entgeht Schmach – Last-Minute-Sieg gegen Japan

Brasilien entging ein frühes Aus. Der Rekordweltmeister gewann gegen Japan mit 2:1 (0:1). Martinelli traf in der fünften Minute der Nachspielzeit zum 2:1-Endstand. Zuvor hatte Casemiro (56. Minute) ausgeglichen. Brasilien trifft nun auf den Sieger der Partie Norwegen gegen die Elfenbeinküste.

Fifa zählt Rekordzahlen – 4,6 Millionen Zuschauer in der Vorrunde

Die XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko bescherte dem Weltverband Rekordzahlen. Die 72 Spiele der Vorrunde wurden von insgesamt 4.644.549 Zuschauern besucht – ein neuer Rekord. Der bisherige Rekord der WM 1994 in den USA lag bei rund 3,6 Millionen Zuschauern. Die 215 erzielten Tore in der Vorrunde markierten ebenfalls einen Rekord.