WM 2026: Berliner Feiern Zittersieg gegen Elfenbeinküste
WM 2026: Berliner Feiern Zittersieg gegen Elfenbeinküste

Beim zweiten WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste am Samstagabend erlebten Berliner Fans eine nervenaufreibende Partie. In Neukölln verfolgten hunderte Menschen die Begegnung, die erst in der Nachspielzeit mit einem 2:1-Sieg für Deutschland endete.

Fans in Neukölln fiebern mit

Der Beach Neukölln stand ganz im Zeichen der Weltmeisterschaft. Mehrere Hundert Berlinerinnen und Berliner waren gekommen, um die Partie der deutschen Nationalelf gegen das Team von der Elfenbeinküste anzuschauen. Bunte Fähnchen, Trikots, Schals und Mützen in Schwarz-Rot-Gold prägten das Bild.

Juline Pieper, die nur zu Besuch in Berlin war, zeigte sich vor dem Anpfiff optimistisch: „Ich tippe auf ein 3:1 für Deutschland.“ Ihr Begleiter Florian Wehr setzte ebenfalls auf einen Sieg: „Nach dem 7:1 im Auftaktspiel schaffen die das locker. Aber es wird ein schwierigeres Spiel als gegen Curacao.“

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Ivorische Community zeigt Kampfgeist

Auch die ivorische Community verfolgte das Spiel gespannt – am Neuköllner Sudhaus. Lauren Koffi zeigte sich kämpferisch: „Unser Team hat im ersten Spiel gezeigt, wie stark es ist. Das können sie jetzt gegen Deutschland erneut unter Beweis stellen.“ Sie betonte: „Es gibt in unserem Land ein Sprichwort, das lautet: Aufgeben ist nicht ivorisch.“

Peter Hempe, der mit seiner Familie in den Beach Neukölln gekommen war, hatte vor Spielbeginn mit einem klaren Sieg für Julian Nagelsmanns Team gerechnet und tippte auf ein 3:1. Sein Sohn Louis Hempe hingegen blickte kritischer auf die Chancen: „Ich denke, es wird ein knapper Sieg, vielleicht ein 2:1.“

Erste Halbzeit: Stimmung gedrückt

Als die Elfenbeinküste in der 30. Minute das erste Tor des Spiels schoss, waren unter den Zuschauern im Beach Neukölln viele fassungslose Gesichter zu sehen. Kopfschütteln und verzweifelt in die Luft geworfene Hände prägten das Bild. Auch als die deutsche Mannschaft zwei Mal traf, die Tore jedoch nicht zählten, blieb die Stimmung gedrückt. Kurze Sprechchöre und vereinzeltes „Deutschland, Deutschland“-Skandieren konnten die gedrückte Atmosphäre nicht heben.

Zitterpartie bis zur Nachspielzeit

In der zweiten Halbzeit änderte sich zunächst wenig. „Ich hatte auf ein 2:1 für Deutschland getippt. Das muss ich wohl noch mal überdenken“, so eine resignierte Zuschauerin. Umso größer war die Freude, als Deniz Undav in der 68. Minute den Ausgleich erzielte. In der Nachspielzeit fiel dann das entscheidende zweite Tor für die Nationalelf. Minutenlange Jubelrufe ertönten in der Neuköllner Open-Air-Location. „Was für eine Zitterpartie. Aber zum Glück kam dann noch das 2:1. Da habe ich letztlich ja doch noch richtig getippt“, so die Zuschauerin. Draußen von der Straße ertönte ein Hupkonzert ausgelassener Fans.

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