Video-Schiri bei DFB-Spiel: Umstrittene Geste sorgt für Wirbel
Video-Schiri: Umstrittene Geste bei DFB-Spiel

Video-Schiri sorgt mit Geste für Aufsehen

Eine Handgeste des Video-Schiedsrichters Shaun Evans hat während der Fußball-Weltmeisterschaft für Diskussionen gesorgt. In der TV-Übertragung des Spiels zwischen Deutschland und Curaçao (7:1) war der australische Unparteiische kurz im Video-Assistenzraum zu sehen. In der nur wenige Sekunden dauernden Sequenz formte er mit Daumen und Zeigefinger einen Kreis, während er die restlichen Finger ausstreckte. Diese Geste löste in den sozialen Netzwerken Spekulationen aus, ob Evans ein Zeichen gemacht habe, das von rechtsextremen Gruppen als Symbol für „White Power“ verwendet wird.

FIFA nimmt Vorfall zur Kenntnis

Der Weltverband FIFA hat nach Angaben des Portals „The Athletic“ den Vorfall zur Kenntnis genommen, äußerte sich jedoch zunächst nicht weiter dazu. Auch vom Schiedsrichter selbst gab es bislang keine Stellungnahme. Die Geste ist nicht eindeutig: In vielen Ländern wird sie als „Okay“-Zeichen verwendet, vor allem bei jüngeren Menschen ist auch ein Spiel um die Geste bekannt. Formt jemand das Handzeichen und ein anderer schaut in den Kreis, darf der Zeichengeber dem anderen spielerisch einen Schlag verpassen.

Mehrdeutigkeit der Geste

Gleichzeitig wird das Symbol seit einigen Jahren von rechtsextremen Gruppen genutzt. Dort gilt es als Zeichen für die angebliche Überlegenheit weißer Menschen. Das Antidiskriminierungsnetzwerk Fare kritisierte den Vorfall und forderte Konsequenzen. Die Diskussion zeigt, wie wichtig die Sensibilisierung für solche Symbole ist, gerade im Kontext internationaler Sportereignisse.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration
Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram