VfB Stuttgart feiert historischen Einzug ins Europa League-Achtelfinale
Nach einem enttäuschenden 0:1-Heimspiel gegen Celtic Glasgow hat der VfB Stuttgart dennoch Grund zum Jubeln. Dank des deutlichen 4:1-Erfolgs im Hinspiel in Schottland zieht der Bundesligist erstmals seit 13 Jahren wieder in die Runde der letzten 16 eines europäischen Wettbewerbs ein. Die Stimmung in der MHPArena war nach dem Abpfiff zwar zunächst getrübt, doch schnell machte sich die Erkenntnis breit, dass ein bedeutender Meilenstein erreicht wurde.
Hoeneß und Wohlgemuth würdigen die historische Leistung
Trainer Sebastian Hoeneß (43) zeigte sich trotz der Niederlage im Rückspiel stolz auf seine Mannschaft: „Auch, wenn wir das Spiel gerne gewonnen hätten, gibt es keinen Grund, Trübsal zu blasen. Der VfB hat zum ersten Mal nach 13 Jahren wieder ein Achtelfinale in der Europa League erreicht. Das ist eine historische Leistung.“ Sportdirektor Fabian Wohlgemuth (46) ergänzte gegenüber BILD: „Es fühlt sich immer gut an, wenn man die gesteckten Ziele erreicht. Und natürlich gerade dann, wenn die Ziele nicht niedrig angesetzt sind.“
FC Porto wartet als gewaltige Herausforderung
Für das Achtelfinale am 12. und 19. März wartet eine gewaltige Aufgabe auf die Schwaben. Der VfB trifft auf den 30-maligen portugiesischen Meister FC Porto, der aktuell die Liga anführt. In 35 Saisonspielen haben die „Drachen“ erst drei Niederlagen kassiert und qualifizierten sich als Tabellenfünfter nach der Ligaphase direkt für das Achtelfinale. Der Verein, der unter Trainer José Mourinho 2003 den Uefacup und 2004 die Champions League gewann, stellt ein äußerst hartes Los dar.
Wohlgemuth kommentierte die Auslosung: „Für uns als VfB ist es großartig, erstmals seit 13 Jahren wieder im Achtelfinale eines europäischen Wettbewerbs vertreten zu sein. Wir freuen uns sehr auf die Duelle mit dem FC Porto. Auf uns wartet eine große Herausforderung, der wir bei allem Respekt aber auch selbstbewusst und mit großer Vorfreude entgegenblicken.“
Tiago Tomás erfüllt sich persönlichen Wunsch
Besondere Vorfreude herrscht bei Stuttgarts Flügelspieler Tiago Tomás (23). Der Portugiese, der bei Sporting Lissabon ausgebildet wurde und von 2020 bis 2022 für den Rivalen spielte, hatte sich vor der Auslosung genau diesen Gegner gewünscht. Tomás sagte: „Ich würde gerne gegen Porto spielen. Ich mag das Stadion, dazu gibt es für mich eine Rivalität zwischen beiden Klubs.“ Nun geht sein Wunsch in Erfüllung, was die Duelle zusätzlich emotional auflädt.
Der VfB war zuletzt 2013 in einem europäischen Wettbewerb unter den Top 16 vertreten, schied damals jedoch gegen Lazio Rom aus (1:3 und 0:2). Die aktuelle Mannschaft unter Sebastian Hoeneß hat nun die Chance, diese historische Marke zu übertreffen und sich gegen einen der traditionsreichsten Klubs Europas zu beweisen.



