VfB Stuttgart vor Europa-League-Entscheidung: Hoeneß mit Rotations-Dilemma
Nach dem überzeugenden 4:1-Auswärtssieg im Celtic Park von Glasgow steht der VfB Stuttgart vor dem Rückspiel am Donnerstagabend (21 Uhr/RTL) mit einem Bein im Achtelfinale der Europa League. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß (43) hat sich eine komfortable Ausgangsposition erarbeitet, doch nun stellt sich die entscheidende Frage: Wie viel Rotation kann und muss sich der Trainer vor dem wichtigen Rückspiel leisten?
„Es ist erst Halbzeit“ – Hoeneß warnt vor Leichtsinn
Der VfB-Trainer zeigt sich trotz der klaren Führung vorsichtig: „Es ist erst Halbzeit, es ist noch nicht vorbei. Wir haben ein gutes Resultat erzielt, aber wir werden den Gegner nicht unterschätzen. Wir wollen das Spiel gewinnen, weil das auch für unser Gefühl wichtig ist.“ Diese Aussage unterstreicht die professionelle Herangehensweise, mit der Stuttgart in das Rückspiel gehen will.
Die Mannschaft möchte mit zwei Siegen in den Playoffs zusätzlichen Schwung für die kommende K.o.-Phase der Europa League sammeln. Bei einem Weiterkommen würde es Mitte März entweder gegen Porto oder Braga aus Portugal gehen – beide Klubs haben sich bereits direkt für das Achtelfinale qualifiziert.
Personalentscheidungen im Fokus
Angesichts des anspruchsvollen Mammut-Programms mit Bundesliga, DFB-Pokal und Europa League ist die Ressourcenverteilung ein zentrales Thema. Hoeneß könnte mit dem komfortablen Vorsprung aus dem Hinspiel einigen Stammspielern eine Pause gönnen, um sie für die kommenden Aufgaben zu schonen.
Doch der Trainer betont: „Die Entscheidungen für die Startelf haben nichts mit dem Ergebnis im Hinspiel zu tun. Wir wollen die bestmögliche, frischeste Mannschaft auf den Platz bringen. Das ist der einzige Weg, um das Spiel zu gewinnen und mit einem Erfolgserlebnis in die nächste Runde einzuziehen.“
Personalsituation mit Licht und Schatten
Positiv für den VfB: Bei Angelo Stiller (24), der beim 3:3 in Heidenheim verletzt ausgewechselt werden musste, gab es Entwarnung. Der wichtige Spielmacher steht dem Team für das Rückspiel zur Verfügung. Anders sieht es bei Abwehrchef Jeff Chabot (28) aus, der aufgrund einer Gelbsperre nicht mitwirken kann.
Mit dem breiten Kader und dem enormen Selbstvertrauen aus dem überzeugenden Hinspiel-Auftritt sollte Celtic Glasgow für Stuttgart keine unüberwindbare Hürde mehr darstellen. Der VfB verfügt über zahlreiche Optionen und kann flexibel auf verschiedene Spielsituationen reagieren.
Die größte Herausforderung für Hoeneß wird es sein, seine Mannschaft im erforderlichen Vollgas-Modus zu halten, gleichzeitig aber kluge Personalentscheidungen zu treffen, die sowohl das kurzfristige Ziel – das Weiterkommen in der Europa League – als auch die langfristigen Perspektiven der Saison im Blick behalten.



