Portugal hat sich dank einer umstrittenen VAR-Entscheidung in der 13. Minute der Nachspielzeit für das Achtelfinale qualifiziert. Der 41-jährige Cristiano Ronaldo jubelte, während der 40-jährige Luka Modric die Niederlage betrauerte. Die Szene sorgte für Diskussionen, denn der Videobeweis griff in der Schlussphase ein und entschied auf Strafstoß für Portugal. Diesen verwandelte Ronaldo sicher zum 2:1-Sieg.
VAR-Entscheidung in der 13. Minute der Nachspielzeit
In der 103. Minute des Spiels gegen Kroatien gab es eine strittige Situation im Strafraum. Schiedsrichter Michael Oliver ließ zunächst weiterlaufen, wurde aber vom VAR aufgefordert, die Szene zu überprüfen. Nach Ansicht der Videobilder entschied Oliver auf Handelfmeter gegen Kroatien. Ronaldo trat an und verwandelte eiskalt zum entscheidenden Treffer. Die Kroaten protestierten heftig, doch der Treffer zählte.
„Der VAR hat heute die richtige Entscheidung getroffen“, sagte ein FIFA-Sprecher nach dem Spiel. „Es war ein klares Handspiel, das bestraft werden musste.“ Kroatien-Trainer Zlatko Dalic zeigte sich enttäuscht: „Wir haben 90 Minuten stark gespielt, aber diese Entscheidung hat uns das Genick gebrochen.“
Ronaldo und Modric: Generationenkampf auf dem Platz
Das Spiel war auch ein Duell der beiden Altstars. Ronaldo (41) und Modric (40) zeigten, dass sie auch im fortgeschrittenen Fußballalter noch zur Weltspitze gehören. Ronaldo erzielte nicht nur den Siegtreffer, sondern bereitete auch das erste Tor von Diogo Jota vor. Modric kämpfte bis zur letzten Minute, konnte die Niederlage aber nicht verhindern.
„Es ist immer etwas Besonderes, gegen Luka zu spielen“, sagte Ronaldo nach dem Spiel. „Wir sind beide alt, aber wir lieben dieses Spiel immer noch.“ Modric hingegen zeigte sich gefasst: „Wir haben alles gegeben, aber manchmal reicht es nicht. Portugal war heute einfach effektiver.“
Bastian Schweinsteiger spricht sich für Klopp-Völler-Kombi beim DFB aus
Abseits des Spiels sorgte Bastian Schweinsteiger für Schlagzeilen. Der ehemalige Nationalspieler sprach sich in einem Interview für eine Kombination aus Jürgen Klopp und Rudi Völler beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) aus. „Klopp als Trainer und Völler als Sportdirektor – das wäre eine starke Kombination für die Zukunft“, sagte Schweinsteiger. „Beide haben bewiesen, dass sie auf höchstem Niveau arbeiten können.“
Schweinsteiger betonte, dass der DFB eine klare Struktur brauche, um wieder an die Weltspitze anzuknüpfen. „Wir haben in den letzten Jahren zu viele Baustellen gehabt. Mit Klopp und Völler hätten wir zwei Persönlichkeiten, die für Klarheit und Erfolg stehen.“ Der DFB hat sich bisher nicht zu den Äußerungen geäußert.
WM-Tag 23: Weitere Ergebnisse und Auswirkungen
Neben Portugal-Kroatien fanden am 23. Tag der Weltmeisterschaft weitere Spiele statt. Brasilien setzte sich souverän gegen Kamerun durch, während die Schweiz gegen Serbien ein torloses Remis holte. Die Entscheidungen in den Gruppen haben die K.o.-Runde weiter spannend gemacht.
Portugal trifft im Achtelfinale nun auf Uruguay, das sich in einer starken Gruppe durchsetzte. Kroatien hingegen reist enttäuscht nach Hause. „Wir haben eine gute WM gespielt, aber das Ausscheiden tut weh“, sagte Modric. „Ich hoffe, dass die jungen Spieler aus dieser Erfahrung lernen.“



