Der 1. FC Union Berlin erlebt einen tiefgreifenden Umbruch in der Defensive. Die langjährigen Stammspieler Diogo Leite (27) und Danilho Doekhi (27) haben den Verein verlassen, da sie ihre Verträge nicht verlängern wollten. Von der einstigen Abwehr-Dreierkette ist nur noch Leopold Querfeld (22) übrig. Doch auch sein Verbleib ist unsicher, wie aus Vereinskreisen verlautet.
Querfelds Entwicklung und Marktwert
Der Österreicher, der im Sommer 2024 von Rapid Wien zu Union Berlin wechselte, hat sich in seinen ersten beiden Bundesliga-Jahren einen Namen gemacht. Insgesamt absolvierte er 62 Pflichtspiele für die Eisernen und erzielte dabei neun Tore. In der vergangenen Saison agierte er in 30 Bundesligapartien als Abwehrchef und traf drei Mal. Sein Marktwert stieg bei Transfermarkt.de auf 20 Millionen Euro an – damit war er der mit Abstand teuerste Union-Profi, noch vor Doekhi (13 Mio. Euro).
Zwei Ausstiegsklauseln fixiert
Querfeld dürfte von anderen Klubs beobachtet werden, besitzt jedoch einen laufenden Vertrag beim FCU. Die Hürden für einen Wechsel sollen laut BILD-Informationen klar definiert sein: Sollte ein Bundesliga-Klub zuschlagen, liegt die Ablösesumme bei 11 Millionen Euro. Bei einem Transfer nach England hingegen sind 15 Millionen Euro fällig. Diese Klauseln machen einen Abschied im Sommer möglich, sofern ein Interessent bereit ist, diese Summen zu zahlen.
Rückschläge und Perspektive
Trotz seiner starken Leistungen musste Querfeld zuletzt auch Rückschläge verkraften. Österreichs Teamchef Ralf Rangnick (67) strich ihn kurz vor der Weltmeisterschaft aus dem Nationalkader. Bei Union stand Querfeld, der gelegentlich Schnelligkeitsnachteile hat, unter Trainerin Marie-Louise Eta in den letzten drei Saisonspielen nicht mehr in der Startelf. Gegen den 1. FC Köln (2:2) und in Mainz (3:1) blieb er sogar 90 Minuten lang auf der Bank. „Für die Zukunft werden ihn solche Erfahrungen vielleicht noch stärker machen“, kommentierte ein Vereinssprecher. Querfeld wird vermutlich den nächsten Schritt in seiner Karriere anstreben, doch die genannten Klauseln geben Union eine starke Verhandlungsposition.



