DFB-Team dank Undav-Doppelpack vorzeitig im Achtelfinale
Undav schießt DFB-Team vorzeitig ins Achtelfinale

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat beim ersten echten WM-Härtetest gegen die Elfenbeinküste einen hart erkämpften 2:1-Sieg eingefahren und sich damit vorzeitig für das Sechszehntelfinale qualifiziert. Deniz Undav avancierte mit seinen Toren in der 68. Minute zum Ausgleich und in der Nachspielzeit (90.+4) zum Siegtreffer zum Matchwinner. Bundestrainer Julian Nagelsmann feierte den frenetischen Siegjubel in Toronto.

Frühester K.o.-Runden-Einzug seit 2006

Nach den Blamagen bei den Weltmeisterschaften 2018 und 2022 erreichte die DFB-Elf erstmals seit dem Sommermärchen 2006 schon nach zwei Gruppenspielen die Alles-oder-Nichts-Phase. Wie damals beim Heimturnier geht es nun zum Abschluss der Gruppenphase gegen Ecuador nur noch um den ersten Platz. Dieser schien nach dem Rückstand durch Frank Kessié (30. Minute) vor 43.036 Zuschauern in Toronto bereits verloren. Dennoch gelang der deutsche Elfte Sieg in Serie.

Nagelsmanns Dreifachwechsel bringt die Wende

Gegen die physisch starken Ivorer zeigte die deutsche Mannschaft großen Kampfgeist, aber auch viele Fehler. Nach einer Stunde setzte Nagelsmann mit einem Dreifachwechsel einen erfolgreichen Impuls: Undav, Jamie Leweling und Amiri kamen für Pavlovic, Musiala und Sané. Kurz darauf verwandelte Undav eine Flanke von Amiri eiskalt zum 1:1, und in der Nachspielzeit erzielte er sogar den Siegtreffer. Der Stuttgarter baute damit seine Topquote als Super-Joker auf neun Tore in elf Länderspielen aus.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Sorgen um Schlotterbeck

Als Sorge nimmt der Bundestrainer eine Verletzung von Nico Schlotterbeck am linken Bein mit nach North Carolina. Der Dortmunder musste zur Halbzeit für Antonio Rüdiger ausgewechselt werden. Zuvor hatte Schiedsrichter Juan Gabriel Benitez aus Paraguay für Diskussionen gesorgt, als er einen Treffer von Aleksandar Pavlovic wegen eines Fouls nicht anerkannte und auch ein Tor von Kai Havertz nach einem Foul von Jamal Musiala aberkannte. Nagelsmann wütete an der Seitenlinie über die Entscheidungen des Referees.

Nächstes Ziel: Platz eins in der Gruppe

Platz eins und der damit verbundene beste Weg in die K.o.-Runde in Boston und Philadelphia kann nun schon mit einem Remis gegen Ecuador gesichert werden. Jetzt warten auf Nagelsmann intensive Tage im WM-Camp in Winston-Salem, bevor am Donnerstag im Endspiel-Stadion von East Rutherford die Gruppenphase abgeschlossen werden soll. DFB-Sportdirektor Rudi Völler hatte vor dem Spiel vor der außergewöhnlichen Geschwindigkeit der Ivorer gewarnt, die beim Führungstreffer durch Yan Diomande eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurde.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration