TV-Moment entlarvt pikanten Elfer-Spickzettel: Cottbus-Keeper notiert "Verschießt sowieso"
Beim Drittligaspiel zwischen Erzgebirge Aue und Energie Cottbus (Endstand 1:2) sorgte nicht nur der Platzsturm von Aue-Chaoten für Wirbel. Im Nachgang lieferte ein amüsanter TV-Moment zusätzlichen Gesprächsstoff, der die Fußballwelt schmunzeln ließ.
Die Kamera entdeckt ein streng geheimes Detail
Die Fernsehkameras des MDR fingen ein Detail ein, das eigentlich unter Verschluss bleiben sollte: die Trinkflasche von Energie-Cottbus-Keeper Marius Funk (30). Auf dem Gefäß klebte deutlich sichtbar ein rosa Zettel, der als echter Elfmeter-Spickzettel diente. Darauf notiert waren die möglichen Elfmeterschützen von Erzgebirge Aue samt ihren bevorzugten Schussrichtungen. Bei Stürmer Marcel Bär stand beispielsweise präzise vermerkt: "Timing erwischen. Rechte Ecke."
Die pikante Notiz: "Verschießt sowieso"
So weit, so professionell vorbereitet. Doch ganz unten auf dem Zettel fand sich ein Satz, der es wahrlich in sich hatte. Bei Aue-Verteidiger Ryan Malone notierte Torhüter Funk knallhart und ohne Umschweife: "Verschießt sowieso". Vermutlich war diese bissige Bemerkung nicht böse gemeint, sondern entsprang eher dem Kabinenhumor unter ehemaligen Teamkollegen. Funk und Malone kennen sich nämlich bestens – beide kickten zwei Jahre lang gemeinsam beim FC Ingolstadt. Wer sich von früher kennt, der erlaubt sich auch mal einen fiesen Spruch, der wehtun kann und gleichzeitig sitzt.
Spickzettel blieb ungenutzt – Cottbus siegt
Interessanterweise musste Marius Funk den vorbereiteten Spickzettel im Ost-Duell überhaupt nicht einsetzen. Dem FC Erzgebirge Aue wurde während des gesamten Spiels kein Elfmeter zugesprochen. Beim frühen Führungstreffer von Marcel Bär in der 13. Minute war der Cottbusser Torwart chancenlos. Am Ende durfte sich Funk mit seinen Teamkollegen über einen wichtigen 2:1-Auswärtssieg freuen, der die Lausitzer an der Tabellenspitze der 3. Liga festigte.
Trainer- und Spielerstimmen nach dem Spiel
"Wichtig nach dem 0:1 war die Aktion zum Ausgleich", analysierte Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz am MDR-Mikrofon. "Wenn du so ein spätes Tor machst, ist es immer glücklich. Die Tabellenführung ist eine schöne Momentaufnahme, die drei Punkte sind wichtiger." Für den FC Erzgebirge Aue wird die Lage im Abstiegskampf dagegen immer prekärer. Der Verein hat nun vier Punkte Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. "Am Ende verlieren wir nach zwei Standardsituationen. Das fühlt sich nicht gut an", resümierte Schlussmann und Kapitän Martin Männel. Trainer Christoph Dabrowski gibt sich dennoch kämpferisch: "Zumachen werde ich den Laden noch nicht, es sind noch 13 Spiele."
Der unterhaltsame TV-Moment mit dem Spickzettel bleibt somit eine amüsante Fußnote in einem ansonsten hart umkämpften Drittliga-Spieltag. Während Energie Cottbus den Sieg feierte, muss Erzgebirge Aue weiter um den Klassenerhalt bangen – und Torwart Marius Funk kann seinen humorvollen Spickzettel wohl für kommende Spiele weiter nutzen.



