Trump zu Iran bei WM: Infantino entscheidet über Teilnahme
Trump: Infantino entscheidet über Iran-WM-Teilnahme

US-Präsident Donald Trump hat FIFA-Präsident Gianni Infantino freie Hand bei der Entscheidung über eine Teilnahme des Iran an der Fußball-Weltmeisterschaft gelassen. „Ich finde, lassen wir sie spielen“, sagte Trump im Weißen Haus. Kurz zuvor hatte Infantino beim FIFA-Kongress in Vancouver versichert, dass der Iran bei der WM in den USA, Kanada und Mexiko in diesem Sommer dabei sein werde. „Nun, wenn Gianni das gesagt hat, ist das für mich in Ordnung“, so Trump. Infantino sei fantastisch und ein Freund von ihm. „Ich habe gesagt, du kannst machen, was du willst. Du kannst sie dabei haben, du musst sie nicht dabei haben“, erklärte der US-Präsident.

Infantino: Keine Zweifel an Irans WM-Teilnahme

Bereits im März hatte Trump inmitten des Kriegs gegen den Iran erklärt, dass die iranische Mannschaft zwar bei der WM „willkommen“ sei, er es aber „wirklich nicht für angemessen halte, dass sie dort sind, zu ihrem eigenen Schutz und ihrer eigenen Sicherheit“. Derzeit gilt in dem militärischen Konflikt eine Waffenruhe, jedoch sind die Verhandlungen über eine dauerhafte Beilegung des Kriegs ins Stocken geraten. Infantino bekräftigte gleich zu Beginn seiner Rede vor dem Fußball-Weltverband, dass der Iran an der WM teilnehmen wird. „Wir müssen vereinen, wir müssen die Menschen zusammenbringen. Fußball vereint die Welt“, sagte der Schweizer in Vancouver. Er habe keinen Zweifel. „Der Iran wird an der WM 2026 teilnehmen. Und natürlich wird der Iran in den USA spielen“, so Infantino.

Iranische Vertreter fehlen beim Kongress

Am FIFA-Kongress in Vancouver nahm der iranische Fußball-Verband nicht teil. Präsident Mehdi Tadsch wurde auf dem Weg nach Vancouver laut Medienberichten bei der Einreise nach Kanada an der Grenze abgewiesen, wie die iranische Nachrichtenagentur Tasnim berichtete. Auch bei der WM-Auslosung im Dezember 2025 in Washington war die Delegation Irans nicht anwesend. Die USA haben seither einen Krieg mit Iran begonnen. Das iranische Nationalteam plant, zehn Tage vor dem eigenen WM-Auftaktspiel am 15. Juni (Ortszeit) gegen Neuseeland nahe Los Angeles in die USA zu reisen, wie Cheftrainer Amir Ghalenoei mitteilte. Derzeit absolviert die Mannschaft ein erstes Trainingslager in der Türkei, wo auch drei Vorbereitungsspiele geplant sind. Der Iran spielt in der Gruppe G gegen Belgien und Ägypten. Zwischenzeitlich hatte der Iran die Möglichkeit ausgelotet, seine Partien im Co-Gastgeberland Mexiko austragen zu können.

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Infantino: Ausschluss kommt nicht infrage

Eine Absage oder ein Ausschluss kommen für Infantino nicht infrage. „Es gibt genug Probleme, genug Menschen, die entzweien“, sagte er mit Blick auf die Weltlage. Der Fußball hingegen habe „Kraft“ und „Magie“. „Gemeinsam sind wir unschlagbar“, betonte der FIFA-Chef.

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