Tour de France: Norweger Traeen übernimmt Gelbes Trikot
Tour de France: Traeen übernimmt Gelbes Trikot

Torstein Traeen hat bei der vierten Etappe der Tour de France das Gelbe Trikot von Titelverteidiger Tadej Pogacar übernommen. Der 30-jährige Norweger vom Team Uno-X profitierte von einer Ausreißergruppe und der Zurückhaltung des slowenischen Superstars. „Ich bin heute einfach dankbar“, sagte Traeen nach der Etappe, die bei brütender Hitze mit Temperaturen bis zu 40 Grad stattfand. „Hauptsache cool bleiben“, fügte er hinzu, wobei er sowohl den mentalen Zustand als auch die extremen Bedingungen meinte.

Traeen führt vor Simmons und Vacek

In der Gesamtwertung liegt Traeen nun 28 Sekunden vor dem US-Amerikaner Quinn Simmons und 3:50 Minuten vor dem Tschechen Mathias Vacek. Pogacar fiel auf Rang vier zurück, mit 7:53 Minuten Rückstand. Der deutsche Jungstar Florian Lipowitz rutschte aus den Top Ten und ist nun Elfter mit 8:46 Minuten Rückstand. Für Traeen ist es der größte Karriereerfolg: Er ist der dritte Norweger überhaupt im Gelben Trikot und hatte bereits im vergangenen Jahr bei der Vuelta vier Tage im Roten Trikot gefahren, nachdem er Hodenkrebs besiegt hatte.

Pedersen gewinnt Etappe im Sprint

Die vierte Etappe über 181,9 Kilometer von Carcassonne nach Foix gewann der Däne Mads Pedersen aus der Ausreißergruppe heraus. Der Ex-Weltmeister feierte seinen dritten Tour-Tagessieg, vor seinem Teamkollegen Simmons und dem Spanier Raul Garcia. Kein Deutscher erreichte die Top Ten. Die Hitze dominierte das Fahrerfeld: Der Weltverband UCI erlaubte ausnahmsweise die Ausgabe von Verpflegungsbeuteln in den Trinkzonen, um die Versorgung mit Flaschen zu erleichtern.

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Pogacar: „Bei dieser Hitze zu fahren ist gefährlich“

Pogacar hatte sich am Vortag zu den Bedingungen geäußert: „Bei dieser Hitze zu fahren ist gefährlich, wenn man seine Körpertemperatur nicht niedrig hält“, sagte der 27-Jährige. Es sei ein logistischer Albtraum: „Als Team geben wir uns wirklich große Mühe, den Fahrern so viel Wasser und Eis wie möglich zu bringen. Manchmal, wenn das Tal lang ist – 10 bis 15 Kilometer –, fahren drei Jungs zurück zum Auto, um Trinkflaschen und Eis zu holen.“

Vingegaard bedauert Verlust des Gelben Trikots

Pogacars Dauerrivale Jonas Vingegaard bedauerte den Verlust der Gesamtführung am Vortag. „Wir hätten eigentlich damit gerechnet, zu diesem Zeitpunkt etwas zurückzuliegen, daher ist das ein guter Ausgangspunkt für uns“, sagte der Däne. In der für Ausreißer konzipierten Etappe bildete sich eine größere Gruppe mit den Deutschen Nico Denz, Georg Steinhauser und Georg Zimmermann. Der Abstand zum Hauptfeld um Pogacar wuchs, und der Star zeigte kein Interesse, das Trikot zu verteidigen.

Sprinter in Pau im Fokus

Am Mittwoch sind bei der fünften Etappe über 158,3 Kilometer von Lannemezan nach Pau die Sprinter gefragt. Die Strecke weist keine größeren Anstiege auf, nur eine kurze Bergwertung der dritten Kategorie. Top-Sprinter Jasper Philipsen aus Belgien gewann hier bei der letztmaligen Ankunft im Jahr 2024.

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