Tom Baack etabliert sich als tragende Säule im Nürnberger Mittelfeld
Was für eine Entwicklung: Tom Baack (26) hat sich in der Rückrunde der Saison zu einer unverzichtbaren Größe im Mittelfeld des 1. FC Nürnberg gemausert. Beim überzeugenden 3:0-Heimsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern stand der gebürtige Essener bereits zum sechsten Mal in Folge in der Startformation – ein beeindruckender Kontrast zur gesamten Hinrunde, in der er nie zum Stammpersonal gehörte.
Vom angeblichen Transfer-Flop zur „Trainingsmaschine“
Nach einer enttäuschenden Sommervorbereitung galt der Neuzugang aus Verl zunächst sogar als möglicher Transfer-Flop. Doch Baack ließ sich nicht entmutigen und trainierte weiter mit höchster Intensität, obwohl er monatelang nicht berücksichtigt wurde. Teamkollege Julian Justvan (27) bezeichnete ihn unlängst als „Trainingsmaschine“ – und diese läuft mittlerweile auch in den Pflichtspielen auf Hochtouren.
Gegen Kaiserslautern waren die Werte des laufstarken Mittelfeldspielers erneut bemerkenswert. Baack absolvierte 11,18 Kilometer – nur Adam Markhiev (11,91 Kilometer) lief mehr. Mit fast 85 Prozent Passgenauigkeit erreichte er zudem die zweitbeste Quote beim Club. Diese konstant starken Leistungen haben mittlerweile sogar dazu geführt, dass er Finn Becker (25) aus der Startelf verdrängt hat.
Teamplayer mit markantem Schnauzer
Über seine erstaunliche Entwicklung wollte der Spieler mit dem markanten Schnauzer nach dem Sieg gegen Kaiserslautern jedoch nicht zu viel sprechen. „Im Fußball geht es immer schnell“, sagte Baack bescheiden. „Wir haben auch andere Spielerprofile. Dann kommt es auch immer auf den Gegner an, wie wir spielen wollen. Ich habe meine Stärken im läuferischen und kämpferischen Bereich. Heute ist mir vielleicht auch der ein oder andere Ball an den Mann gelungen.“
Der Teamgeist steht für den 26-Jährigen im Vordergrund: „Es geht immer nur zusammen. Das habe ich im Winter gesagt, als ich nicht gespielt habe, und das sage ich jetzt. Auf lange Sicht brauchst du jeden Spieler und jede Qualität. Manchmal sitzt man auf der Bank, manchmal nicht. Jeder muss an die Grenzen gehen, um dem Trainer zu zeigen: Ich will spielen. Und das schaffen wir im Moment.“
Diese Einstellung und seine kontinuierlich starken Leistungen machen Tom Baack zu einem der positiven Überraschungen der Rückrunde beim 1. FC Nürnberg. Aus dem anfänglichen Zweifel an seiner Transferqualität ist mittlerweile unbestrittene Stammplatz-Qualität geworden.



