Spanien hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet. Sechs Tage nach dem torlosen Remis gegen Kap Verde besiegte La Roja Saudi-Arabien im Mercedes-Benz-Stadium in Atlanta mit 4:0. Bereits in der ersten Halbzeit überrollte ein roter Wirbelsturm die Saudis mit 17 Torschüssen und drei Treffern.
Yamal beendet Torfluch nach 598 Sekunden
Lamine Yamal, der bei seinem Startelf-Comeback nach einer Oberschenkelverletzung nur 45 Minuten spielen sollte, erlöste die Spanier nach 598 Sekunden. Der 18-jährige Superstar von Barcelona erzielte den ersten spanischen WM-Treffer seit 299 Minuten – zuvor hatte Álvaro Morata 2022 beim 1:2 gegen Japan getroffen. Trainer Luis De la Fuente, der an seinem 65. Geburtstag vier Neue in die Startelf brachte (Yamal, Pedri, Olmo und Baena), feierte mit dem Team den Befreiungsschlag.
Oyarzabal mit Doppelpack innerhalb von 145 Sekunden
Mikel Oyarzabal avancierte zum Mann der ersten Halbzeit. Er bereitete nicht nur Yamals Tor vor, sondern traf selbst in der 21. und 24. Minute – ein Doppelpack innerhalb von 145 Sekunden. Zudem traf er die Latte (36. Minute). Die Saudis kamen vor der Pause kaum zu Entlastung.
Eigentor besiegelt deutlichen Sieg
Nach der Pause machte Spanien weiter Druck. In der 49. Minute unterlief Hassan Al-Tambakti ein Eigentor zum 4:0-Endstand. Für die Saudis war es die Höchststrafe gegen eine spanische Mannschaft, die bei diesem Turnier endlich ihren WM-Fluch beenden will. Seit dem Titelgewinn 2010 erreichte Spanien nie wieder das Viertelfinale: 2010 Vorrunden-Aus, 2018 Achtelfinal-Pleite gegen Russland, 2022 Achtelfinal-Aus gegen Marokko.
Bilanz und Ausblick
Spanien präsentierte sich nach der enttäuschenden Nullnummer gegen Kap Verde deutlich verbessert. Die Offensive um Yamal, Oyarzabal und Olmo zeigte sich torhungrig. Mit dem Sieg gegen Saudi-Arabien wahrt La Roja alle Chancen auf das Achtelfinale. Das nächste Gruppenspiel wird zeigen, ob der WM-Fluch endgültig gebannt ist.



